Piotr Mochnaczewski (* 28. Oktober 1965 in Stettin) ist ein polnischer Politiker (SLD). Er war von 1991 bis 1993 Abgeordneter des Sejm in der I. Wahlperiode.
Leben und Beruf Mochnaczewski schloss 1989 sein Studium der Politikwissenschaft an der Universität Stettin ab. 1998 wurde er an der Universität Białystok mit der Arbeit „Funkcjonowanie regionów przygranicznych w Polsce – założenia a realizacja“ zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften promoviert.
Nach dem Ende seiner politischen Tätigkeit arbeitete er in der Regierungsverwaltung. Von 2001 bis 2006 war er Direktor der Abteilung für europäische Integration und internationale Zusammenarbeit im Ministerium für Inneres und Verwaltung. Zudem gehörte er dem Vorstand der Europäischen Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit bei der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte an. Bis zum Oktober 2011 war er Rektor der Wissenschaftlichen Hochschule für Management und Recht in Warschau. 2014 wurde er zum Rektor der Kleinpolnischen Wissenschaftlichen Hochschule in Krakau gewählt. Wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten bei dieser Tätigkeit mit einem Schaden von mehreren hunderttausend Złoty wurde er 2020 zu drei Monaten Haft verurteilt.„Mąż Magdaleny Ogórek aresztowany. Miał okraść krakowskie uczelnie“ auf politycznapolska.info, abgerufen am 19. Mai 2026.
Mochnaczewski war mit Magdalena Ogórek verheiratet, mit der er eine Tochter hat. Die Ehe wurde 2022 geschieden.„Magdalena Ogórek rozwiodła się z mężem. Para od lat była w separacji“ auf kobieta.wp.pl, abgerufen am 7. März 2026.
Politik Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 wurde Mochnaczewski für die Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) über die gesamtpolnische Verteilung in den Sejm gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 504. Am 4. Juni 1992 übergab der damalige Innenminister Antoni Macierewicz dem Ältestenrat des Sejms eine Liste angeblicher ehemaliger Mitarbeiter der kommunistisch kontrollierten Geheimdienste UB und SB. Diese wurde noch am selben Tag den Medien zugespielt. Auf dieser Liste war auch Mochnaczewski aufgeführt.„Lista Macierewicza“ auf www.glos.com.pl, abgerufen am 1. Mai 2026.Piotr Mochnaczewski, mąż Magdaleny Ogórek. Kim jest? auf mowimyjak.se.pl, abgerufen am 7. März 2026. In einem Lustrationsverfahren bescheinigte ihm der Präsident des Instytut Pamięci Narodowej jedoch, dass er nicht mit den Geheimdiensten zusammengearbeitet habe. Bei der Parlamentswahl 1993 kandidierte er nicht erneut.
Ehrungen 2004 Silbernes Verdienstkreuz der Republik Polen.Verleihnachricht in Monitor Polski 2005, Nr. 11, S. 381.
Weblinks Wacław Martyniuks Seite als Abgeordneter des Sejm
Einzelnachweise
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