Die Parlamentswahl im Kosovo 2026 fand am 7. Juni 2026 statt. Es wurden die 120 Abgeordneten des Parlaments gewählt. Sie war die dritte in etwa einem Jahr und fand statt, da es dem Parlament nicht gelungen war, vor Ablauf der verfassungsgemäßen Frist einen neuen Staatspräsidenten zu wählen.
Lëvizja Vetëvendosje gewann die Wahl trotz Verlusten klar mit 47,1 % der Stimmen.
Wahlsystem Eine Legislaturperiode dauert regulär vier Jahre. Die 120 Abgeordneten des Parlaments werden durch proportionale Listenwahl mit einer Fünf-Prozent-Hürde bestimmt. 20 Sitze sind für nationale Minderheiten reserviert.
Ausgangslage
In der Wahl im Dezember 2025 gewann die linke Lëvizja Vetëvendosje mit großem Abstand und konnte in Koalition mit mehreren Minderheitenparteien das Kabinett Kurti III bilden.
Staatspräsidentin Vjosa Osmani löste das Parlament im März 2026 auf, da das Parlament es seit der vergangenen Wahl nicht schaffte, vor Ablauf der vorgeschriebenen Frist über einen neuen Präsidenten abzustimmen.
Die regierende Lëvizja Vetëvendosje legte beim Verfassungsgericht der Republik Kosovo Beschwerde gegen das Dekret der Präsidentin ein und forderte dessen Einstufung als verfassungswidrig. Das Verfassungsgericht suspendierte das Dekret der Präsidentin zunächst und erklärte am 25. März 2026, dass das Dekret ungültig sei und das Parlament bis zum 28. April Zeit hätte, um einen neuen Staatspräsidenten zu wählen.
Das Parlament schaffte es nicht, bis zum Ende der nun verlängerten Frist über einen Präsidenten abzustimmen, weshalb das Parlament aufgelöst wurde und binnen 45 Tagen Neuwahlen stattfinden müssen. Albulena Haxhiu, kommissarische Präsidentin des Kosovos, setzte das Datum der Neuwahlen auf den 7. Juni.
Ergebnis
Einzelnachweise
#2026 Kosovo