Wilhelm Joachim Friedrich von Hake (geb. 10. Dezember 1746 in Berlin; gest. 2. Juli 1819 in Genshagen) war ein preußischer Hauptmann, Landrat, Landesdirektor, Feuersozietätsdirektor und Erbschenk der Kurmark Brandenburg.Siehe Literatur: Marcelli Janecki: Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 1, Hrsg. D. A. G., Vaterländische Verlagsanstalt-W. G. von Bruer, Berlin 1896, 766-769.

Herkunft mini|hochkant|Wappen derer von Hake (Mark). Wilhelm Joachim Friedrich von Hake war Angehöriger des märkischen Adelsgeschlechts von Hake und gehörte zur Familienlinie Stülpe-Genshagen, mit Nebenbesitzungen in Liepe und Kaltenhausen, damals brandenburgisch, nördlicher Ortsteil im sächsischen Petkus. Wilhelm von Hake war das älteste Kind von Alexander von Hake (1715–1757), preußischer Hauptmann und Erbherr auf Genshagen. Seine Mutter war Ilsabe Florentine Gottliebe (1729–1799), geb. von der Marwitz. Nach dem frühen Tod ihres ersten Ehemanns heiratete sie in zweiter Ehe den Königsberger Münzdirektor Franz Jacob von Below (1718–1789).Reinhard von Goetze, Berlin (Hrsg.): Von Hake hatte noch einen jüngeren Bruder und drei jüngere Schwestern.Reinhard von Goetze, Berlin (Hrsg.):

Leben Von Hake war seit dem Tod des Vaters im Jahr 1757 Page bei Prinz August Wilhelm, seit 1758 bei Prinz Heinrich, sowie seit 1762 Leibpage bei Prinzessin Heinrich. Nach seinem Eintritt in die preußische Armee und in das Infanterie-Regiment von Zeuner im Jahr 1763, wurde er am 20. Juni des Jahres zunächst zum Corporal und am 7. April 1764 zum Offizier befördert. In den Jahren 1778 und 1779 war er Teilnehmer an dem Bayerischen Erbfolgekrieg. In seinem letzten Infanterie-Regiment Nr. 1 wurde er nach 18-jähriger Dienstzeit im Rang eines Hauptmanns vom Militär verabschiedet.

Nachdem er im Mai 1787 bereits zum Kreisdeputierten in Teltow ernannt worden war, wurde er im November 1790 von den Ständen zum Landrat des Landkreises Teltow gewählt. Dort löste er Alexander Gustav von der Lieppen ab, der im Oktober des Jahres um seinen Abschied gebeten hatte. Das am 15. Dezember 1790 angewiesene Rigorosum bestand von Hake am 31. Dezember 1790 in Anwesenheit des Ministers von Dietrich von Werder. Die offizielle Bestallung als Landrat erfolgte am 5. Januar 1791. Den Posten als Landrat übte er bis zum Jahr 1819 aus, ihm im Amt folgte der Gutsnachbar Ernst Friedrich Wilhelm von Bandemer.

Persönliches Wilhelm von Hake war Erbherr auf Genshagen, Dahmsdorf, Giesendorf und Glasow, sämtlich bei Berlin gelegen. An ihn und einige weitere Familienangehörigen und direkte VorfahrenVgl. Hans Erich Kubach, Joachim Seeger: Die Kunstdenkmäler des Kreises Teltow. In: Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. Band 4,1. Hrsg. Provinzialverband Brandenburg, Deutscher Kunstverlag, Berlin 1941, S. 77. erinnern bis heute Epitaphe an der Dorfkirche Genshagen und die Historie der Dorfkirche Liepe.

Familie Wilhelm Joachim Friedrich von Hake war in erster Ehe seit dem 6. März 1778 mit Wilhelmine Friederike, geb. von der Groeben, verheiratet (* 15. Oktober 1760; gestorben am Tag der Geburt des letzten Kindes am 18. November 1801). In zweiter Ehe vermählte er sich im Februar 1802 mit Sophie Louise von Sobbe, verwitwete Freifrau von Werthern (* 3. Juni 1820)

Die Kinder aus der ersten Ehe waren: Friedrich Karl Hans (1780–1813), königlich preußischer Hauptmann im 8. Infanterie-Regiment, gefallen am 16. Oktober 1813 in der Schlacht bei Leipzig Alexander (1784–1806), königlich preußischer Sekondeleutnant im Infanterie-Regiment von Möllendorf Wilhelm Joachim Friedrich von Hake (1785–1866), preußischer Generalmajor und Erbschenk der Kurmark Brandenburg Friederike Florentine Amalie (1787–1863) aus dem Hause (a.d.H.) Genshagen, Stiftsdame im Kloster Stift zum Heiligengrabe in der Prignitz August Levin Friedrich (1788–1855) a. d. H. Genshagen, königlich preußischer Lieutnant a. D, verheiratet mit Marie Sybille Lemkes († 1860) Wilhelmine (1789–1834) aus dem Hause Genshagen, verheiratet m. Wilhelm Farthöfen, Bürgermeister u. Gutsbesitzer zu Grunow b. Lagow Ludwig Friedrich Albrecht (1791–1854), Gutsherr auf Genshagen und Dahmsdorf, verheiratet s. d. 4. Oktober 1824 mit Emma Mathilde von Bredow (1806–1853) Amalie Katharina Friederike (1793–1818) Charlotte Friederike Auguste (1794–1830), verheiratet seit dem 21. Juni 1821 in Genshagen mit Heinrich Gotthard Boguslas von Schkopp († 1852), königlich preußischer Hauptmann u. Telegraphen-Inspektor zu Hannover Heinrich Wilhelm Friedrich (1801–1875), Kreisdeputierter, königlich preußischer Premierleutnant a. D., zuletzt im 3. Ulanen-Regiment und Gutsherr auf Bahrensdorf im Kreis Beeskow-Storkow, verheiratet I. seit 1829 mit Laura Henriette von Bardeleben (1808–1833) aus dem Hause Ribbeck, und II. seit 1834 mit Pauline Therses Klara von Oertzen (1803–1873) mini|hochkant|Sein Grabstein an der Westseite d. Dorfkirche Genshagen b. Berlin. Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 1104. Dietloff von Hake: Geschichte der brandenburgischen Familie von Hake. Band 2: Die Häuser Bornim, Stülpe-Genshagen, Petkus, der österreichische Zweig, die Nachkommen Hans Friedrichs III. auf Genshagen, die rote Linie Hake, Dietloff. C. A. Starke, Görlitz 1928. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1900. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Januar 1900, S. 368–369. Marcelli Janecki: Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 1, Hrsg. Deutsche Adelsgenossenschaft (D. A. G.), Vaterländische Verlagsanstalt-W. G. von Bruer, Berlin 1896, 766-769.

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Einzelnachweise

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