Hans George von Otterstedt (geb. 13. Februar 1682 in Dahlewitz; gest. 24. Dezember 1753) war ein preußischer Landrat.

Herkunft Hans George von Otterstedt war Angehöriger des Adelsgeschlechts Otterstedt. Er war ein Sohn von Claus Ernst von Otterstedt (* vor 1719), Erbherr zu Brusendorf, und dessen Ehefrau Catharina Elisabeth, geborene von Hacke.

Leben Von Otterstedt besuchte ab dem 4. September 1697 das später Francisceum genannte Gymnasium Illustre in Zerbst/Anhalt. Ab 1714 war er in königlich-preußischen Diensten tätig.Vgl. Gaby Huch (Hrsg.): Die Teltowgraphie des Johann Christian Jeckel. In: Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz. 36. Zugleich Diss. Humboldt-Univ. Berlin 1990, Böhlau Verlag, Köln [u. a.] 1993, ISBN 3-412-01293-9, S. 199, S. 544. Im Jahr 1717 wurde er in der NachfolgeWilhelm Spatz: Der Teltow. Band 2: Bilder aus der Vergangenheit des Kreises Teltow. 4. Kapitel: Die Kreisverwaltung im 18. Jahrhundert-Wahl des Landrats v. Otterstedt (1717–1749); Verlag Rohde, Berlin 1920, S. 52.Reprint: Wilhelm Spatz: Der Teltow. Band 2: Vom Ende des dreißigjährigen Krieges bis zum Jahre 1920. Klaus Becker Verlag, Potsdam 2022. ISBN 978-3-88372-377-8. von Otto Ludwig von OtterstedtG. (v.) Schmoller, R. Koser: Die Behördenorganisation und die allgemeine Staatsverwaltung Preussens im 18. Jahrhundert. Band 4, In: Denkmäler der Preußischen Staatsverwaltung im 18. Jahrhundert. Acta Borussica. Hrsg. Königliche Akademie der Wissenschaften, Paul Parey, Berlin 1908, S. 861. zum Landrat des damaligen Teltowischen Landkreises ernannt. Während er seinen Posten bei der kurmärkischen Landschaft behielt, wurde er mittels Ordre am 4. Januar 1749 nach 35-jähriger Amtszeit von seinem Amt als Landrat verabschiedet. Ihm im Amt folgte noch im gleichen Jahr Johann Otto von Wilmersdorf.Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 1104.

Familie Hans George von Otterstedt war seit ca. 1715 mit Maria Rosina geb. von Hacke aus dem Hause Rangsdorf († 28. Februar 1730) verheiratet.Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser auf das Jahr 1859. Jahrgang 32, Justus Perthes, Gotha 1858, S. 727.Ahnen-Tafel XI: Herrn Leopold August Wilhelm Friedrich von Schlab(be)rndorf, In: Johann Gottfried Dienemann: Nachrichten vom Johanniterorden. Hrsg. Johann Erdmann Hasse, George Ludewig Winter, Berlin 1767, S. 359.CompGen e.V. Berlin (Hrsg.): Die Kinder aus dieser Ehe waren: Maria Elisabeth (* 1716) Friedrich Wilhelm (* 1720) Anna Carolina (1727–1784), verheiratet mit Ernst Wilhelm von Schlabrendorf (1719–1769), preußischer Staatsmann, Etatminister von Schlesien und Präsident beider Schlesischer Kammern. Joachim Ernst (* 21. Februar 1729), Cornet im Regiment Gens d’armes, später Rittmeister.Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser auf das Jahr 1860. Jahrgang 10, Justus Perthes, Gotha 1859, S. 590. Zweimal verheiratet; der Sohn Joachim Friedrich von Otterstedt (1769–1850), war Geheimer Rat und preußischer Diplomat.

Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 710. Teil-Digitalisat Carsten Preuß, Hiltrud Preuß: Die Guts- und Herrenhäuser im Landkreis Teltow-Fläming. Lukas Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86732-100-6, S. 44 f. Teil-Digitalisat

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