Whistle ist ein kanadisch-irischer Horrorfilm aus dem Jahr 2025 von Regisseur Corin Hardy nach einem Drehbuch von Owen Egerton mit Dafne Keen, Sophie Nélisse, Sky Yang, Jhaleil Swaby und Ali Skovbye.
Handlung Nach einem Basketballspiel an einer High School geht der Spieler Mason Raymore, genannt „Horse“, auf mysteriöse Weise in Flammen auf und stirbt. Sechs Monate später erhält die Schülerin Chrys Willet den früheren Spind von Mason an der Pellington High, was zu Streitigkeiten und Handgreiflichkeiten zwischen Willet und Masons ehemaligem Teamkollegen Dean Jackson führt. Neben Chrys, ihrem Cousin Rel Taylor, Dean und Deans Freundin Grace Browning wird darauf auch Ellie Gains vom Lehrer Mr. Craven zum Nachsitzen beordert, die für Chrys Partei ergriffen hat. Chrys findet in ihrem Spind eine schädelförmige aztekische Pfeife. Craven bläst aus Neugier hinein und ist bald darauf tot.
Als Nächste bläst Grace in die Pfeife, in Anwesenheit von Chrys, Ellie, Dean und Rel, die damit den Klang der Pfeife ebenfalls hören. Bei der Trauerfeier für Craven entscheiden Chrys und Ellie, die Pfeife Masons Familie zurückzugeben. Von Masons Großmutter Ivy erfahren sie, dass sie diese vor langer Zeit auf einem Markt in Guatemala entdeckt hatte und dass diese schuld am Tod ihres Enkelsohnes sowie ihrer Tochter sei. In die Pfeife sei „Beschwöre deinen Tod“ eingraviert und jeder, der sie hört, wird bald darauf getötet.
Der Fluch fordert Grace als nächstes Opfer. Chrys erzählt Ellie, dass sie vor einem Jahr wegen einer Überdosis ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Ihr Vater hatte sie gefunden und wollte sie dorthin fahren, dabei hatten sie aber einen Zusammenstoß mit einem Lastkraftwagen. Von ihrem Vater ist ihr nur seine Musik geblieben. Ellie küsst daraufhin Chrys und die beiden werden ein Liebespaar. Chrys, Ellie und Rel erfahren von der sterbenden Ivy an ihrem Totenbett, dass sie den Fluch übertragen können, indem sie eine andere Person mit ihrem Blut markieren. Bald darauf ist Dean tot.
Rel versucht, den gewalttätigen Jugendpastor und Drogendealer Noah an seiner Stelle zu opfern, indem er ihn mit seinem Blut markiert. Der Plan geht allerdings schief und Rel stirbt. Chrys und Ellie weigern sich, jemanden zu opfern, und versuchen, ihre Herzen anzuhalten, um sich gegenseitig wiederzubeleben. Chrys kann von Ellie wiederbelebt werden. Die Vollendung des Planes wird von Noah durchkreuzt. Als er mit Ellies Blut in Berührung kommt, überträgt sich der Fluch auf ihn, und er stirbt an Stelle von Ellie.
Drei Monate später glauben Chrys und Ellie, der Fluch sei gebrochen, bis eine neue Schülerin die Pfeife in ihrem Spind findet und sie bei einer Schulversammlung bläst.
Synchronisation Die deutsche Synchronisation übernahm die Studio4 GmbH. Das Dialogbuch schrieb Patrick Roche, der auch Dialogregie führte.
Rolle Darsteller Synchronsprecher Chrys Willet Dafne Keen Yamuna Kemmerling Dean Jackson Jhaleil Swaby Julian Tennstedt Ellie Gains Sophie Nélisse Paulina Rümmelein Grace Browning Alissa Skovbye Madiha Kelling Bergner Hausmeister Charlie Carson Durven Samuel Zekarias Ivy Raymore Michelle Fairley Elisabeth Günther Mason „Horse“ Reymore Stephen Kalyn Flemming Stein Mr. Craven Nick Frost Olaf Reichmann Noah Haggerty Percy Hynes White Amadeus Strobl Rel Taylor Sky Yang Marco Eßer Tanner Church Mika Amonsen Lukas Sperber Maya Jackson Lanette Ware Regina Gisbertz Direktorin Flynn Christine Sahely Agnes Hilpert
Produktion und Hintergrund Der Film wurde von No Trace Camping und Wild Atlantic Pictures produziert, als Produzenten fungierten David Gross, Whitney Brown, Macdara Kelleher und John Keville. Die Dreharbeiten fanden von November 2023 bis Januar 2024 in Hamilton in der kanadischen Provinz Ontario statt. Drehort war unter anderem die dortige Delta Secondary School.
Die Kamera führte Björn Charpentier, die Musik stammte von Doomphonic, die Montage verantwortete Nick Emerson. Das Production-Design gestaltete Jennifer Spence und das Kostümbild Leslie Kavanagh. In den USA erhielt der Film ein R-Rating. Regisseur Corin Hardy hatte zuvor unter anderem die Horrorfilme The Hallow (2015) und The Nun (2018) inszeniert.
Veröffentlichung Premiere war am 25. September 2025 am Fantastic Fest. In den USA kam der Film am 6. Februar 2026 in ausgewählte Kinos, als Video-on-Demand wurde der Film am 3. März 2026 veröffentlicht.
In Deutschland wurde der Film im April 2026 im Rahmen des Fantasy Filmfest 2026 vorgestellt. Am 7. Mai 2026 kam der Film im Verleih von Leonine in die deutschen Kinos. Auf Blu-ray Disc erschien die Produktion am 21. August 2026.
Rezeption
Am 16. April 2026 waren 71 der 111 bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken positiv. Bei Metacritic erhielt der Film am 16. April 2026 einen Metascore von 55 von 100 möglichen Punkten, der auf neun Rezensionen basierte.
Christoph Petersen vergab auf filmstarts.de 3,5 von 5 Sternen. Die Idee für die Todesszenen sei nicht nur genial, sie werde auch gnadenlos-konsequent umgesetzt.
Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit fünf von zehn Punkten. Die Pfeife mache einiges her, es gebe einige kreative Todesszenen. Insgesamt sei das dennoch nicht mehr als Durchschnitt, da der Film über weite Strecken völlig austauschbar geworden sei und nur wenig davon in Erinnerung bleibe.
Petra Schrackmann (drei von sechs Sterne) meinte auf outnow.ch, dass der Streifen gut gemachte Effekte und routiniert inszenierte Gruselmomente biete. Trotz interessanter Grundidee und sympathischem Cast habe dieser aber sowohl bei den Figuren wie auch bei den Schockmomenten etwas wenig Fleisch am Knochen.
wortvogel.de vergab sieben von zehn Punkten und bezeichnete den Film als hoch professionell inszenierten und schick anzusehenden Remix der Horror-Trends des Jahrtausendwechsels.
derwatchdog.de (3,5 von 5 Sterne) nannte die Produktion einen bewusst vertrauten, aber effektiv umgesetzten Teenie-Horrorfilm, der weniger durch Originalität als durch seine sympathischen Figuren, kreative Kills und spürbare Liebe zum Genre überzeuge.
Ilija Glavas (sechs von zehn Punkten) urteilte auf kinomeister.de, dass sich der Film bei bekannten Vorbildern bedienen möge, als Horrorfilm mit klarer Linie und hohem Unterhaltungswert aber überzeuge. Ein Film, der weniger auf Tiefe setze, dafür aber mit Energie und Härte punkte.
Antje Wessels befand, dass Whistle mit einer sehr originellen Idee und einfallsreichen Todesmechaniken punkte, sich aber bei Figurenzeichnung und inszenatorischer Konsistenz selbst ausbremse. Trotzdem bliebe am Ende ein unterhaltsamer, stellenweise überraschend harter Teen-Horror, dessen beste Momente deutlich länger nachhallen als seine Schwächen.
Lida Bach kritisierte auf riecks-filmkritiken.de die generische Story des Fließband-Teenie-Horrors, den Mix ungelenker Splatter-Einlagen und synthetischen CGI. Ein schales Konglomerat altbekannter Genre-Versatzstücke, sei deren Handlung zu abstrus, um zu erschrecken und zu konventionell für Trash-Spaß. Das einzige halbwegs neue Element sei die Totenpfeife.
Alex Wall vergab auf moviejones.de zwei von fünf Punkten. In seinen besten Momenten sei der Film eine solide Kopie von Final Destination, meist aber deutlich schlechter.
Weblinks
Whistle auf leoninedistribution.com
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2025 Kategorie:Kanadischer Film Kategorie:Irischer Film Kategorie:Horrorfilm Kategorie:Thriller