mini|Wappen von Guimarães vom 10. April 1929, bestätigt am 9. März 1985 Das Wappen von Guimarães, Hauptstadt der portugiesischen Subregion Ave, wurde auf Vorschlag von Afonso de Dornellas, Präsident der Associação dos Arqueólogos Portugueses, vom Stadtrat von Guimarães am 10. April 1929 angenommen. Das Wappen wurde mit dem am 9. März 1985 im Diário da República veröffentlichten Erlass 131/85 des Ministeriums für Innere Verwaltung offiziell bestätigt.
Beschreibung Im goldenen Schild steht die Jungfrau Maria, die das Jesuskind auf dem Arm hält. Sie ist in ein rotes Ge-wand und einen blauen Mantel mit goldenen Verzierungen gekleidet, das Jesuskind trägt ein blaues Ge-wand. Beide tragen goldene Kronen auf ihren Köpfen. Beiderseits der Figur sind grüne Olivenzweige mit schwarzen Früchten dargestellt, welche unten mit einem roten Band umwickelt sind. Im Schildhaupt befinden sich rechts und links zwei alte portugiesische Wappen, bestehend aus blauen Schilden, die mit je 13 silbernen Bezanten belegt sind. Um den Schild zieht sich ein silbernes Spruchband mit den schwarzen Lettern GUIMARÃES und über dem Schild schwebt die silberne fünftürmige Mauerkrone einer portugiesischen Stadt.
Historische Herkunft der Wappenbestandteile Am 8. September 1342 ließ der Lissaboner Kaufmann Pere Esteves in seiner Geburtsstadt Guimarães vor der Pfarrkirche der Jungfrau Maria eine Stele (portugiesisch Padrão) aufstellen. Damals soll ein vertrockneter Olivenbaum, der auf dem Kirchplatz stand, nach drei Tagen wieder grüne Zweige ausgetrieben haben. Deshalb erhielt die Kirche den Beinamen Unsere Liebe Frau vom Olivenbaum (= Nossa Senhora da Oliveira) und Marienstatue und Olivenzweig wurden zum Stadtwappen. Die beiden blauen Schilde mit den silbernen Bezanten spielen auf das seit 1185 unter Sancho I. eingeführte Königswappen Portugals an. Die Zahl der Silbermünzen war anfangs nicht festgelegt (8–18 pro Schild). Erst Sebastian I. fixierte die Zahl der Bezanten auf fünf. Sie stehen für das Recht des Herrschers von Portugal, eigene Münzen zu prägen. Sie stehen im Wappen von Guimarães, da die Stadt von 1139 bis 1143 erste Hauptstadt Portugals war. Außerdem residierten hier seit 1420 die Herzöge von Braganza, die von 1640 bis 1853 den portugiesischen Königsthron innehatten. Die silberne Mauerkrone mit fünf Türmen ist seit 2013 von der Comissão de Heráldica für einen Distrikt vorgesehen, der seinen Hauptsitz in einer Stadt hat.
Einzelnachweise
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