Die Frischauf-Grube war ein Steinkohlenwerk der Gräflich Magnis’schen Bergwerksverwaltung. Sie lag im Neuroder Revier auf Eckersdorfer Flur in Niederschlesien.
Geschichte
In Eckersdorf ist der Bergbau auf Steinkohle seit 1545 nachgewiesen. Im Jahr 1660 wird die Frischauf-Grube das erste Mal erwähnt. Die Grube gehörte damals den Jesuiten als Grundeigentümer. Am 18. Mai 1663 wurde sie von Pater Jacob Topf an George Scholz für die Hälfte des Gewinns verpachtet. Am 14. Juni 1663 verkaufte Jacob Topf den Grundbesitz mit den Bergwerken für 24.000 Gulden an Johann Georg Reichsgraf von Gotzen. Danach blieb die Frischauf-Grube bis 1945 in adeligem Besitz. Letzter Eigentümer war bis 1945 die Familie Magnis.
Im Jahr 1781 wurde neben dem bestehenden Sophieschacht der Franciscaschacht abgeteuft. Im Jahr 1815 wurden die Bergwerke aus dem Besitz der Familie zur Gräflich Magnis’schen Bergwerksverwaltung zusammengeschlossen. Im Jahr 1747 wurden etwa 6500 Tonnen Kohle gefördert, 1840 bereits 21.000 t.
Zur Verbesserung der Wasserhaltung wurde im Jahr 1809 der Alexanderstollen in Betrieb genommen, der später noch bis zur benachbarten Johann-Baptista-Grube erweitert wurde. In den 1840er Jahren erhielt der Sophienschacht eine Dampfmaschine als Fördermaschine. In jener Zeit entstand auch der markante Malakoff-Turm als Schachtgebäude.
Die Inbetriebnahme der Bahnstrecke Waldenburg–Glatz in den Jahren 1879/80 ermöglichte einen weiteren Aufschwung der Förderung. Über den Bahnhof Möhlten wurde die Kohle zeitweise bis zu den Witkowitzer Eisenwerken in Mähren versandt. Am 4. Juni 1875 wurden die Schächte Glückauf Wilhelm, Frohe Zukunft und Bernhard eingegliedert. In Koschen wurden die Wetterschächte Hattwig, Rotte, Seidel, Gerlich und Strangfeld abgeteuft.
Im Jahr 1898 wurden die Bergwerke der Familien Magnis und Pilati in den Neuroder Kohlen- und Thonwerken zusammengefasst. Die Frischauf-Grube wurde 1901 mit der Johann-Baptista-Grube vereinigt und 1904 stillgelegt. Bis 1910 wurden die Tagesanlagen abgerissen.
Literatur
Der Waldenburg-Neuroder Industriebezirk. Selbstverlag des Vereins für die bergbaulichen Interessen Niederschlesiens, Waldenburg in Schlesien, 1913. Digitalisat: Eufrozyna Piątek; Zygfryd Piątek: Der Steinkohlenbergbau bei Neurode (Nowa Ruda) in Niederschlesien. In: Der Anschnitt, Jg. 41, 1989 Digitalisat: Zygfryd Piątek: Der Steinkohlenbergbau im Neuroder Land von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1914. in: Der Anschnitt, Nr. 57 (2005) Digitalisat:
Weblinks
Frisch-Auf Grube - bożkowska kopalnia węgla
Kategorie:Kohlebergwerk in Polen Kategorie:Stillgelegtes Bergwerk in Polen Kategorie:Gmina Nowa Ruda