Sogn Benedetg ist ein Weiler in der Gemeinde Sumvitg (Graubünden, Schweiz). mini|Sogn Benedetg, Februar 2026 mini|Ruine der alten Kapelle, 2024
Lage Der Weiler liegt auf der linken Hangseite des Val Mulineun in der Squadra Sumvitg (deutsch: Somvix) auf einer Höhe von etwa 600 Meter nördlich und 220 Höhenmeter über dem gleichnamigen Dorf.
Geschichte Rigenza de Valle aus Val im Val Sumvitg und Chonrad de Rusen liessen im Jahr 1268 oberhalb des Dorfes Sumvitg die Kapelle St. Benedikt (rätoromanisch: Sogn Benedetg) erbauen und gründeten eine Niederlassung der Beginen. Das Bauwerk wurde damals als neue Kapelle beschrieben («aedificavit capellam novam»), über einen Vorgängerbau gibt es jedoch keine Urkunden. Die Schwestern und Brüder lebten in einer religiösen Gemeinschaft nach bestimmten Regeln, aber ohne klösterliche Bindung. Im 14. Jahrhundert erfolgten weitere Stiftungen. Der Chor wurde 1522 neu erbaut. Verschiedene Renovationen erfolgten im 20. Jahrhundert.Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden. Band IV. Birkhäuser, Basel 1942. S. 403–404.
Der Ort wurde 1908 als Gruppe von acht Häusern mit «54 katholischen Einwohnern romanischer Zunge» beschrieben. Er gehörte zur Kirchgemeinde Somvix. Betrieben wurde Alpwirtschaft.Geographisches Lexikon der Schweiz, Band 5: Schweiz – Tavetsch. Neuenburg 1908. S. 593. Von 1906 bis 1998 hatte der Weiler eine Poststelle (Postleitzahl 7174).Siehe Tafeln am Gebäude «Alte Post», Fotografie im Artikel.
mini|hochkant|links|Neubau der Kapelle, 2008 mini|hochkant|Alte Post, erbaut 1848 Die Kapelle im Westen des Orts wurde 1984 durch eine Lawine zerstört. Das Kloster Disentis schrieb als Eigentümer einen Architekturwettbewerb für einen Neubau aus. Gewinner waren die Bündner Architekten Peter Zumthor und Annalisa Zumthor-Cuorad, die bis 1989 die neue Caplutta Sogn Benedetg bauen liessen. Diese liegt im Osten oberhalb des Weilers, an einem durch Bewaldung geschützten lawinensicheren Standort. Durch den Neubau wurden Weiler und Gemeinde weithin bekannt.sumvitg.ch: Kultur. Abgerufen am 1. März 2026.
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Sumvitg
Belege
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