mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Manu-Kurzschwanzblattnase Die Manu-Kurzschwanzblattnase (Carollia manu) ist ein in den südamerikanischen Anden verbreitetes Fledertier in der Unterfamilie der Kurzschwanzblattnasen. Das Typusexemplar stammt aus der Provinz Paucartambo in Peru. Der Artzusatz im wissenschaftlichen Namen weist auf den Nationalpark Manú hin, wo sehr viele Exemplare registriert wurden.
Merkmale Dieser große Gattungsvertreter erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 59 bis 66 mm, eine Schwanzlänge von 7 bis 10 mm und ein Gewicht von 17 bis 21 g. Es sind 41 bis 44,5 mm lange Unterarme, Hinterfüße von 13 bis 15 mm Länge und 18 bis 22 mm lange Ohren vorhanden. Typisch ist langes und weiches Fell. Auf der Oberseite sind die Haare an der Wurzel graubraun, in der Mitte gelb- oder hellbraun und an den Spitzen mittelbraun. Unterseits besitzen die Haare auf der Brust drei und weiter hinten zwei Farbabschnitte, wobei die Spitzen immer braun sind. So ergibt sich ein einheitlich braunes Aussehen. Auf Teilen der Unterarme sind Haare vorhanden und der kurze Schwanz ist in die Schwanzflughaut eingebettet. Im Zentrum dieser liegt eine Einkerbung. Kennzeichnend ist eine U-förmige Ansammlung von warzenartigen Auswüchsen an der Unterlippe, die einen weiteren Auswuchs umgeben. Am Kopf fallen die dreieckigen Ohren und die breite Schnauze auf. Die Manu-Kurzschwanzblattnase hat einen flachen Scheitelkamm und die Molaren sind flach und fest.
Verbreitung und Lebensweise Die Fledermaus lebt an den Osthängen der Anden in der südlichen Hälfte Perus und in angrenzenden Gebieten von Bolivien. Sie wurde zwischen 1300 und 2250 Meter Höhe registriert. Die Funde stammen aus feuchten Bergwäldern, meist aus engen Tälern oder an anderen steilen Stellen. Auf den Bäumen sind viele Farne oder andere Pflanzen als Epiphyten vertreten und auf dem Grund dominieren in mittleren Lagen Leberblümchen. Weiter oben besteht der Unterwuchs oft aus Bambus.
Die Art teilt ihr Revier mit der Seidigen Kurzschwanzblattnase und der Brillenblattnase. Zum sozialen Verhalten, zur Nahrungswahl und zur Fortpflanzung ist nichts bekannt.
Gefährdung Regional wirkt sich die Umwandlung der Wälder in Plantagen für Kaffee und Coca negativ aus. Im Jahr 2015 gab es vermutlich eine große Population. Diese ist jedoch aufgrund des kleinen Verbreitungsgebiets empfindlich für Veränderungen. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Blattnasen