Norman Hjalmar van Scherpenberg (* 19. August 1938 in Berlin; † 2. Februar 2024 in Hannover) war ein deutscher politischer Beamter (CDU). Er war von 1982 bis 1990 Staatssekretär im Niedersächsischen Finanzministerium.
Werdegang Norman van Scherpenberg war ein Sohn des Diplomaten Hilger van Scherpenberg und der ältere Bruder des Historikers Jens van Scherpenberg. Mütterlicherseits war er ein Enkel des Reichsbankpräsidenten und Reichswirtschaftsministers Hjalmar Schacht. Nach dem Schulbesuch absolvierte er zunächst eine Lehre im Eisen- und Stahlhandel. Anschließend studierte er Volkswirtschaftslehre an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo er später auch promovierte. Von 1966 bis 1982 hatte er verschiedene Positionen beim Chemiekonzern BASF inne. Zwischenzeitlich war er Bundesgeschäftsführer des Wirtschaftsrats der CDU.
Von 1982 bis 1990 war van Scherpenberg schließlich unter den Ministern Burkhard Ritz und Birgit Breuel (beide CDU) Staatssekretär im Niedersächsischen Finanzministerium. 1990 folgte er Birgit Breuel zur Treuhandanstalt nach Berlin, als sie dort Mitglied der Geschäftsleitung wurde. Van Scherpenberg war dort zunächst Direktor für die Koordination der Niederlassungen und war ab 1992, nachdem Breuel zur Präsidentin der Treuhandanstalt aufgestiegen war, Generalbevollmächtigter im Ressort der Präsidentin. Nach Auflösung der Treuhandanstalt zum Jahresende 1994 begleitete van Scherpenberg Breuel, die Generalkommissarin wurde, als stellvertretender Generalkommissar für die Weltausstellung Expo 2000 in Hannover in deren neue Aufgabe. Im Zuge der Zusammenlegung von Generalkommissariat und Geschäftsführung der Expo 2000 schied er aus und arbeitete seitdem als politischer Berater und freier Autor in Hannover. 2003 war er Mitglied der sogenannten Herzog-Kommission, die unter der Leitung von Altbundespräsident Roman Herzog ein Dokument mit Vorschlägen zur Reform der deutschen Sozialversicherungen erarbeitete, das zur Grundlage eines CDU-Programms wurde.
Werke (Auswahl) Wie Deutschland die Zukunft gewann. Eine finanzpolitische Vision. Ullstein, 1996. Die Globalisierungschance: Die Starken werden stärker. Wirtschaftsverlag Langen Müller, 2000.
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Einzelnachweise
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