mini|hochkant|Freiherrliches Wappen derer von Priami gemäß der Wappensammlung des Hugo von Goldegg Priami ist der Name eines ursprünglich aus Italien stammenden, später auch in Tirol verzweigten Adelsgeschlechts. Dort waren sie vor allem in der Kurstadt Meran und in Marling ansässig. Die zuletzt geführte Titulierung des in den Freiherrenstand erhobenen Geschlechts lautete:

Freiherren Priami von Rofferat, Lysna und Wistriz, Herren zu Rottenstein und Greifenstein

Das Geschlecht erlosch bereits im Jahr 1805 im Mannesstamm und starb im Jahr 1809 vollständig aus.

Durch die Verbindung derer von Priami mit den Freiherren von Paravicini entstand ebenfalls die Seitenlinie der Priami-Paravicini, welche auf Schloss Rundegg residierten.

Ursprung und Geschichte mini|hochkant|Grabplatte in weißem Marmor des Johann Joseph Anton Freiherr von Priami mit dem Familienwappen derer von Priami Das ursprünglich aus Mailand stammende Geschlecht der Priami siedelte sich im Laufe des 15. Jahrhunderts in Verona an. Bereits im Jahr 1464 erfolgte dort, unter Bestätigung ihres alten Adels, die Aufnahme in das städtische Patriziat. Von dort aus zog die Familie weiter nördlich in die Herrschaft Castel Corno bei Rovereto und verzweigte sich folglich weiter in den Schweizer Kanton Graubünden sowie in die Gemeinde Villa Lagrina im Lagertal. Schlussendlich stießen sie im 17. Jahrhundert all ihre Besitzungen im Trentino ab und verlagerten ihren Sitz nach Südtirol, wo sie Güter in der Gemeinde Marling, sowie in der Kurstadt Meran erwarben, darunter auch das Schloss Katzenstein, Schloss Rundegg und Schloss Rottenstein. Letzteres hielten die Priami für so lange Zeit in ihrem Besitz, dass es auch Priamischloss genannt wurde. Im Jahr 1574 sprach ihnen auch Kaiser Maximilian II. den Reichsadelsstand zu und besserte das Wappen der Familie Priami. Kaiser Ferdinand III. erhob das Geschlecht im Jahr 1656 in den erblichen Freiherrenstand und verlieh ihnen zusätzlich das Inkolat.

Im Laufe der Geschichte standen mehrere Familienmitglieder im kaiserlich-habsburgischen Kriegsdienst. So zum Beispiel auch der Obrist Jacob Freiherr von Priami, welcher von 1658 bis 1660 zugleich Kommandant und Inhaber des kaiserlichen Infanterie-Regiments "Obrist Priami" in Böhmen war.

Das Familiengrab und die Gedenksteine der Freiherren von Priami befinden sich auf dem Friedhof der Marien-Kirche zu Untermais. Dieser ist bekannt als Friedhof für die adligen Familien von Obermais.

Besitzungen

Literatur Karl von Grabmayr: Stammtafeln alter Tiroler Familien. Hrsg.: Universitäts- und Landesbibliothek Tirol. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 1940. Cölestin Stampfer: Schlösser und Burgen in Meran und Umgebung. 2. Auflage. Wagner, 1909.

Einzelnachweise

Kategorie:Tiroler Adelsgeschlecht Kategorie:Patriziergeschlecht (Meran) Kategorie:Italienisches Adelsgeschlecht Kategorie:Österreichisches Adelsgeschlecht Kategorie:Adelsgeschlecht (Trentino)