Das Kapuzinerkloster Breslau bestand von 1666 bis 1810. Seine Schutzpatronin war Hedwig von Andechs. Zahlreiche Kapuziner waren Domprediger am Breslauer Dom.
Geschichte Die Brüder des Kapuzinerordens kamen 1666 nach Breslau und wohnten zunächst in einem Haus an der Dombrücke, das ihnen vom Domkapitel zur Verfügung gestellt wurde. Ihre Gottesdienste hielten sie bis 1810 in der nahegelegenen Kapelle St. Peter und Paul. Gegenüber dem Breslauer Magistrat verpflichteten sich die Kapuziner vertraglich darauf, auf Grundstückskäufe und die Gründung von öffentlichen Handwerksbetrieben zu verzichten und keine Störenfriede aufzunehmen.Lucius Teichmann: Die Franziskanerklöster in Mittel- und Ostdeutschland 1223–1993 (ehemaliges Ostdeutschland in den Reichsgrenzen von 1938). (= Studien zur katholischen Bistums- und Klostergeschichte, 37) Benno Verlag, Leipzig 1995, S. 66. 1669 verlegten sie den Konvent in das Gasthaus „Zum Weißen Schwan“. Es wurde ihnen vom Freiherrn Gottfried von Heister überlassen. Der Klosterbau war aus einem Vermächtnis des Karl Hannibal Burggraf zu Dohna und des Breslauer Weihbischofs Balthasar Liesch finanziert worden.
Die Kapuziner wirkten als Beichtväter am Dom und stellten 120 Jahre lang den Domprediger. 1754 umfasste der Konvent 34 Mitglieder. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1810 aufgelöst; zuletzt lebten dort noch sechs Patres.
Literatur und Quelle Lucius Teichmann: Die Franziskanerklöster in Mittel- und Ostdeutschland 1223–1993 (ehemaliges Ostdeutschland in den Reichsgrenzen von 1938). (= Studien zur katholischen Bistums- und Klostergeschichte, 37) Benno Verlag, Leipzig 1995, S. 221f.
Einzelnachweise
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