Carljudae war eine wüste Feldmark nordwestlich von Dahme in Brandenburg. Das Gebiet gehörte zur Feldmark von Illmersdorf und wurde nicht wieder besiedelt. Die Flur ging im 19. Jahrhundert vollständig in der Feldmark Illmersdorf auf.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg Teil X Jüterbog-Luckenwalde. Erstauflage erschienen im Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992, Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam, 2011, ISBN 978-3-941919-87-7, S. 67.

Geografische Lage Die Feldmark lag nördlich von Illmersdorf. Nach einer Grenzbeschreibung von 1802 stieß sie im Osten an Rietdorf, im Süden an die Fluren von Illmersdorf, im Westen an die wüste Feldmark Wentdorf und im Norden an Heinsdorf.

Geschichte Die älteste bekannte Nennung stammt aus dem Jahr 1427, als ein Orban Karlewude in Jüterbog erwähnt wurde. 1579 erschien die Bezeichnung Carlsgut bzw. Tarnocze, 1800 Carl Judae und 1812 Carl Judae, nach der Matrikel jedoch Katzdorf. Die Feldmark gehörte bis 1388 zur Herrschaft Dahme, befand sich von 1388 bis 1390 im unmittelbaren Besitz des Erzbischofs und gelangte von 1390 bis 1405 erneut an die Herrschaft Dahme. Von 1405 bis 1872 unterstand sie dem Amt Dahme mit allen Rechten.

Die Feldmark wurde überwiegend von den Bewohnern Illmersdorfs genutzt. Möglicherweise gingen die 1562 in Illmersdorf erwähnten drei wüsten Pfarrhöfe auf Carl Judae zurück. Im Jahr 1702 wurde die Flur den Illmersdorfern mit Ausnahme des Pfuhls Hasenschloß überlassen, der beim Amt Dahme verblieb. Im Jahr 1733 besaßen die Illmersdorfer Einwohner die Flur laasweise, 1743 wurde sie gegen einen Kanon von 43 Talern vererbt. In den Jahren 1801 und 1802 umfasste die wüste Feldmark etwa 370 Scheffel Aussaat; ein Drittel war mit Kiefern und Birken bewachsen, zwei Drittel waren in fünf Feldschläge (= ein größeres, zusammenhängendes Stück Ackerfläche, das einheitlich bewirtschaftet wurde) eingeteilt. Im Jahr 1858 gehörte sie zu Illmersdorf und ging anschließend vollständig in dessen Feldmark auf.

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg Teil X Jüterbog-Luckenwalde. Erstauflage erschienen im Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992, Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam, 2011, ISBN 978-3-941919-87-7, S. 67 und 68.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Landkreis Teltow-Fläming Kategorie:Ersterwähnung 1427 Kategorie:Ihlow (Fläming)