miniatur|Corso Gallio in Alvito mit Palazzo Sipari Der Palazzo Sipari ist ein klassizistischer Palast aus dem 19. Jahrhundert in Alvito in der italienischen Region Latium. Er liegt am Corso Gallio, 25. Er ist nach der Familie benannt, die in bauen ließ. Diese kam ursprünglich aus Pescasseroli auf der anderen Seite des Berglandes von Alvito und im 19. Jahrhundert die größte Herde von Transhumanzschafen im Königreich Neapel besaß.

Geschichte miniatur|links|Inschrift zur Erinnerung an Erminio Sipari Das Gebäude wurde 1858 errichtet: Die Arbeiten dauerten, wie mit Dokumenten rekonstruiert, mindestens ein Jahr und verschlangen die Erlöse von mindestens einer Saison von Schafswolle und -milch.

Der Bau stand mit der Heirat zwischen Carmelo Sipari und Cristina Capelli, die im selben Jahr gefeiert wurde, in Zusammenhang. Man weiß, dass der Bräutigam aus der Familie der Herdenbesitzer aus den Abruzzen nach der Einigung Italiens mehrere Male Bürgermeister sowohl von Pescasseroli als auch von Alvito war, und zusammen mit seinem Bruder und dem Dichter Francesco Saverio die Riserva Reale dell’Alta val di Sangro schuf.

Die Braut stammte dagegen aus einer Adelsfamilie in San Demetrio ne’ Vestini, die verschiedene bedeutende Intellektuelle und Politiker in Italien vor und nach der Vereinigung hervorgebracht hatte, darunter Orazio Antonio Cappelli, Emidio Cappelli, Antonio Cappelli und Raffaele Cappelli.

miniatur|Detail des Türklopfers miniatur|Die Fassade zur Kirche San Simeone Profeta Einigen Quellen zufolge verbrachte Benedetto Croce, Sohn von Luisa Sipari, der Schwester von Carmelo Sipari, seine ersten Lebensmonate im Jahre 1866, unmittelbar nach seiner Geburt in Pascasserole, in diesem Palast in Alvito. Der Philosoph hielt sich später mehrmals in dem Palast auf, insbesondere 1925, und einige seiner Briefe sind im dortigen historischen Archiv aufbewahrt.

1879 wurde in dem Palast einer der Söhne von Carmelo und Cristina Sipari geboren, nämlich Erminio, Deputierter des Königreiches Italien, der zuerst die Ausweisung eines Nationalparks Abruzzen, dem ersten Schutzgebietes Italiens, vorschlug, ihn dann 1922 privat einweihte und schließlich ein Jahrzehnt lang dem dortigen Komitee vorsaß.

Beschreibung Der Palast befindet sich im Viertel Valle am Corso Gallio, der Hauptstraße von Alvito, zwischen der Mutterkirche San Simeone Profeta und der Porta Jacobelli. Er hat fünf Stockwerke, zwei davon unterirdisch. Von außen, vom Corso Gallio aus, erscheint die Form des Gebäudes rechteckig, aber dieser Eindruck ändert sich an der Ostfassade, die die Form eines halben Quadrates hat, zu einem „L“, das sich dann in den unterirdischen Geschossen zu einer vierseitigen Form mit Innenhof schließt, die nur teilweise von der benachbarten Kirche aus zu erkennen ist.

Die Fassade zeigt im Erdgeschoss eine Reihe von zugemauerten Fenstern und zwei große Tore mit Metopen und Balkonen darüber; die anderen Geschosse sind außen verputzt und rosafarben gestrichen; der Putz wurde mit Mauerziegelimitaten verziert.

Die Gewölbedecken sind generell mit Fresken versehen, einige davon auf Putz, einige auf Papier. Die große Treppe und die Balkone der Hauptfassade wurden aus Marmor aus Trani gefertigt. Jedes der fünf Stockwerke des Palastes hatte seine eigene, genaue Funktion: Die unterirdischen Stockwerke dienten landwirtschaftlichen Aktivitäten mit Ölmühlen und Lagerräumen für Getreide und Wein (im ersten Untergeschoss) und der Versorgung mit Küche und Bügelraum (im zweiten Untergeschoss); die drei oberirdischen Geschosse beherbergten die Repräsentationsräume, die Schlafgemächer und den Ballsaal.

Es gibt unterschiedliche Ansichten des Palastes: Außer zum Corso Gallio (und zum gegenüber liegenden Palazzo Graziani), wo sich der Haupteingang mit einem schmiedeeisernen Portal mit zwei anthropomorphen Türklopfern gibt es welche zur Ebene von Alvito und dem Valle di Comino, zur Mutterkirche San Simeone Profeta und zur Ostseite von Alvito, sowohl zur Porta Jacobelli als auch zu den Monti della Meta und dem Parco nazionale d’Abruzzo, Lazio e Molise.

Einzelnachweise Benedetto Croce: Pescasseroli. Giuseppe Laterza & figli, Bari 1922. S. 38. Luigi Piccioni: Erminio Sipari. Origini sociali e opere dell’artifice del Parco nazionale d’Abruzzo. Universität Camerino, Camerino 1997. S. 34–35. Lorenzo Arnone Sipari: Famiglia, patrimonio, potere locale: i Sipari in Terra di Lavoro nella seconda metà dell’Ottocento in Silvana Casmirri (Herausgeberin): Le élites prima e dopo l’unità: formazione e vita civile. Marina di Minturno, 2000. S. 215–216. Raffaela Capitelli: La famiglia Sipari ad Alvito (1830–1905). Initiativa economica e identità boghese in Terra di Lavoro dopo l’unità. Rom und Bardi 1999. S. 49–50.

Raffaela Capitelli: La famiglia Sipari ad Alvito (1830–1905). Initiativa economica e identità boghese in Terra di Lavoro dopo l’unità. Rom und Bardi 1999. S. 50–73. Luigi Piccioni: Erminio Sipari. Origini sociali e opere dell’artifice del Parco nazionale d’Abruzzo. Universität Camerino, Camerino 1997. S. 7–10. Lorenzo Arnone Sipari: Famiglia, patrimonio, potere locale: i Sipari in Terra di Lavoro nella seconda metà dell’Ottocento in Silvana Casmirri (Herausgeberin): Le élites prima e dopo l’unità: formazione e vita civile. Marina di Minturno, 2000. S. 233–234. Lorenzo Arnone Sipari: Benedetto Croce ad Alvito: fonti private e caratteri originali in Civiltà Aurunca. Nr. 47 (2002). S. 23–30. Luigi Piccioni: Erminio Sipari. Origini sociali e opere dell’artifice del Parco nazionale d’Abruzzo. Universität Camerino, Camerino 1997. S. 107 (Ahnentafel). Benedetto Croce: Pescasseroli. Giuseppe Laterza & figli, Bari 1922. S. 38–53. V. Pizzuti: Alvitani illustri e notevoli dal sec. XV ad oggi. Abbazia di Casamari, Casamiri 1957. S. 110.

Luigi Piccioni: Erminio Sipari. Origini sociali e opere dell’artifice del Parco nazionale d’Abruzzo. Universität Camerino, Camerino 1997. S. 84–96. Franco Pedrotti, Lorenzo Arnone Sipari: Scritti scelti di Erminio Sipari sul Parco Nazionale d’Abruzzo (1922–1933). Temi, Trient 2011. S. 7–9, 11–41. Antonia Pasqua Recchia: Il Val di Comino in Storia della città: rivista internazionale di storia urbana e territoriale. Nr. 23 (1982). S. 91: Alvito. Lorenzo Arnone Sipari: Famiglia, patrimonio, potere locale: i Sipari in Terra di Lavoro nella seconda metà dell’Ottocento in Silvana Casmirri (Herausgeberin): Le élites prima e dopo l’unità: formazione e vita civile. Marina di Minturno, 2000. S. 223.

Quellen Lorenzo Arnone Sipari: Famiglia, patrimonio, potere locale: i Sipari in Terra di Lavoro nella seconda metà dell’Ottocento in Silvana Casmirri (Herausgeberin): Le élites prima e dopo l’unità: formazione e vita civile. Marina di Minturno, 2000. S. 215–265. Lorenzo Arnone Sipari: Benedetto Croce ad Alvito: fonti private e caratteri originali in Civiltà Aurunca. Nr. 47 (2002).

Raffaela Capitelli: La famiglia Sipari ad Alvito (1830–1905). Initiativa economica e identità boghese in Terra di Lavoro dopo l’unità. Rom und Bardi 1999. Benedetto Croce: Pescasseroli. Giuseppe Laterza & figli, Bari 1922. Luigi Piccioni: Erminio Sipari. Origini sociali e opere dell’artifice del Parco nazionale d’Abruzzo. Universität Camerino, Camerino 1997. Antonia Pasqua Recchia: Il Val di Comino in Storia della città: rivista internazionale di storia urbana e territoriale. Nr. 23 (1982). S. 86–91.

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Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren Kategorie:Palast im Latium Kategorie:Klassizistisches Bauwerk im Latium Palazzo Sipari