mini|Struve-Denkmal im Park auf dem Domberg (Toomemägi) mini|Struve-Denkmal vor Sternwarte Dorpat mini|Struve-Denkmal als Anstecknadel in der Sammlung des Stadtmuseum Tartu Das Friedrich-Georg-Wilhelm-Struve-Denkmal wurde zu Ehren von Friedrich Georg Wilhelm Struve erschaffen und 1969 auf dem Domberg von Tartu vor der Sternwarte Dorpat errichtet. Konzept und Gestaltung der Skulptur stammen von den beiden Esten Olav Männi (Bildhauer)et: Vihandi, Oskar - Skulptor O. Männi (paremal) ja arhitekt U. Ivask monumendi „Au tööle“ maketi ja mudeli juures. (dt.: „Vihandi, Oskar - Der Bildhauer O. Männi (rechts) und der Architekt U. Ivask neben dem Modell und Entwurf des Denkmals ‚Ehre der Arbeit‘.“), Eesti Teadeteagentuur AS, 07. Juni 1967. Im Rahvusarhiivi meediateek, abrufbar über: , abgerufen am 26. Februar 2026.et: Vihandi, Oskar - Skulptor O. Männi astronoom F. G. W. Struve bareljeefi viimistlemas. (dt.: „Der Bildhauer O. Männi bei der Fertigstellung des Reliefs des Astronomen F. G. W. Struve.“), Eesti Teadeteagentuur AS, 07. Juni 1967. Im Rahvusarhiivi meediateek, abrufbar über: ajapaik, abgerufen am 4. März 2026. und Udo Ivask (Architekt)et: Vihandi, Oskar - Arhitekt Udo Ivask F. G. W. Struve obeliski maketi juures. (dt.: „Vihandi, Oskar - Architekt Udo Ivask vor dem Modell des F. G. W. Struve Obelisk“), Eesti Teadeteagentuur AS, 07. Juni 1967. Im Rahvusarhiivi meediateek, abrufbar über: ajapaik, abgerufen am 26. Februar 2026..
Struve war Leiter der Sternwarte Dorpat und später Direktor des Pulkowo-Observatoriums. Struve brachte 1824 das damals größte Linsenteleskop der Welt, den Fraunhofer-Refraktor, nach Tartu, was weltweit Aufmerksamkeit erregte. Er initiierte die trigonometrischen Vermessungen zur Berechnung der Erdabflachung (Struve-Bogen). Sein Forschungsgebiet waren Doppelsterne. Bereits 1847 vermutete er, dass von der Erde ausgesandtes Licht im interstellaren Raum absorbiert wird (Extinktion), was erst in den 1930er Jahren wissenschaftlich belegt werden konnte.
Das 8 Meter hohe Denkmal zeigt eine Komposition geometrischer Formen aus Dolomit von der Insel Saaremaa.F. G. W. Struve monument, Tartu Linna Kultuuriväärtusega Asjade Ja Mälestiste Register, 21. Juli 2003, Überarbeitung vom 17. Mai 2004. Verfügbar nur noch . Die Inschrift lautet: STRUVE F.W. 1793–1864. Das künstlerische Schaffen von Ivask war vom Modernismus des Bauhaus beeinflusst, bei der Funktionalität im Vordergrund stand. Es galt ein wirkungsvolles Objekt mit minimalem Aufwand herzustellen.et: Varblane, Reet - 1960. aastate arhitektuurist, ajast ja vaimust (dt.: „1960er Jahre. Architektur, Kultur und Zeitgeist“), Sirp, 31. August 2007, abgerufen am 26. Februar 2026. Die abstrakte Formgebung lässt unterschiedliche Bedeutungs-Interpretationen zu: Gemäß der Darstellung des Eigentümers, der Stadtverwaltung Tartu, orientierten sich die Künstler an einer zylindrischen Sonnenuhr (unterer Teil) und einer Sanduhr. Das Ensemble versinnbildliche die Bestrebungen der Menschheit, Erkenntnisse über das Universum zu gewinnen. Nach Meinung des estnischen Kunsthistorikers Enriko Talvistu referenzierten die Urheber des Denkmals die Lichtbrechung in einem Teleskoprohr. Dabei wird im unteren Teil die konkave Spiegeloberfläche des Teleskops dargestellt.et: Enriko Talvistu: sõda ülikooli muuseumi direktoriga (dt.: „Enriko Talvistu - Disput mit dem Museumsdirektor“), Tartu Postimees, 6. Juli 2022. .
Weblinks
Friedrich Georg Wilhelm Struve Monument auf visit Tartu Sammlung von Bildern zum Friedrich Georg Wilhelm Struve Monument im Rahvusarhiiv (dt.: Estnisches Nationalarchiv), Kultuurimälestiste register (dt.: Register der Kulturdenkmäler Estlands) und Eesti muuseumide veebivärav (dt.: Web Portal Estnischer Museen) abrufbar über ajapaik.
Einzelnachweise
Kategorie:Denkmal in Estland Kategorie:Bauwerk in Tartu Kategorie:Kultur (Tartu) Kategorie:Skulptur (1969) Kategorie:Kultur (Estnische Sozialistische Sowjetrepublik) Kategorie:Struve (Astronomenfamilie) Kategorie:Struve-Bogen