Leo Koszella (* 11. April 1894 in Beuthen (Oberschlesien); † 23. September 1965 in Berlin) war ein deutscher Theater-, Film- und Musikkritiker, Redakteur und Übersetzer.
Leben Leo Koszella wurde am 11. April 1894 in Beuthen (Oberschlesien) geboren. Er lebte später als Schriftsteller in Berlin-Friedenau. Bekannt wurde er durch sein Lebensbuch Das Buch der Liebe (1922), das in der Buchreihe Bücher von Liebe, Sonne und schönem Menschtum des Max Koch Verlags aufgenommen wurde, sowie durch seine Dissertation Der Floh in der Weltliteratur (1922).
Koszellas erste größere Übersetzungsarbeit war seine 1930 erschienene autorisierte deutsche Fassung des Romans Morgenröte über der Stadt von Jan Wiktor. Die Rhein- und Ruhrzeitung rezensierte den Roman 1931 als ein „ganz in Poesie getauchtes Werk des polnischen Dichters, das meisterhaft von Leo Koszella nachgedichtet ist.“ Im Jahr 1962 folgte die Übersetzung der Familienchronik Anna Jambor – Eine Familien-Saga aus Pommerellen, die von Kazimiera Rozyc und Anna Jambor herausgegeben wurde.
Koszella starb am 23. September 1965 in Berlin.
Literatur Hugo Kegel: Oberschlesien in der Dichtung. Neu bearbeitet von Karl Kaisig. Phönix-Verlag Carl Siwinna, Berlin 1926, S. 248–251 (Digitalisat in der Schlesischen Digitalen Bibliothek). Karsten Kruschel: Koszella, Leo. In: Lutz Hagestedt (Hrsg.), Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. Biographisch-Bibliographisches Handbuch. Band 31. Berlin / Boston: De Gruyter 2019. S. 482–483.
Einzelnachweise
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