Ove Ramel Sehested (* 13. Juli 1687 auf dem Gut von Schloss Katholm, Dänemark; † 30. Mai 1774 in Ejdsvold, Norwegen) war ein dänisch-norwegischer Offizier, zuletzt im Rang eines Generalleutnants.

Biographie Herkunft Ove Ramel Sehested entstammte dem ursprünglich uradeligen Familie Sehested aus Holstein und wurde auf dem Gut Katholm auf der dänischen Halbinsel Djursland geboren. Sein Vater war der Generalleutnant Jens Maltesen Sehested (1642–1730), seine Mutter dessen zweite Ehefrau Margrethe Sophie, geborene Ramel. Ein jüngerer Bruder von ihm war der Generalleutnant Knud Gyldenstierne Sehested (1690–1758).

Militärische Laufbahn Sehested trat bereits im Jahr 1702 in das Heer ein. 1715 wurde er Kapitänleutnant (mit dem Charakter eines Kapitäns) im Dragonerregiment von Oberst Kruse. 1717 übernahm er als Kompaniechef eine Einheit in Oetkens Dragonerregiment. In diesem Verband stieg er in den folgenden Jahren weiter auf: 1720 erhielt er den Charakter eines Majors und 1723 den vollen Majorsrang. Im Jahr 1730 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Das Regiment trug zu diesem Zeitpunkt den Namen 2. søndenfjeldske nationale Dragonregiment.

Nachdem ihm 1735 der Charakter eines Obersten verliehen worden war, wurde er 1744 als Kommandeur an die Spitze des 1. søndenfjeldske nationale Dragonregiment berufen. Seine weitere militärische Karriere gipfelte in den Beförderungen zum Generalmajor im Jahr 1749 und schließlich zum Generalleutnant im Jahr 1756.

Im Jahr 1757 wurde er als sogenannter „Weißer Ritter“ (: Hvid ridder) mit dem Dannebrogorden ausgezeichnet. 1761 nahm er seinen Abschied aus dem aktiven Militärdienst.

Ziviles Leben und Familie Während seiner Zeit als Major lebte Sehested zeitweise in oder bei Holmestrand in Norwegen. Der dortigen Kirche stiftete er 1722 Landrenten aus dem Hof Ødeholt im Tal Undrumsdal. Später besaß und bewohnte er den adligen Herrensitz Holleby im Kirchspiel Tune bei Sarpsborg. Im Jahr 1745 verlegte er seinen Wohnsitz auf den Hof Brotnov im Kirchspiel Ullensaker. Er verstarb 1774 in Eidsvoll und wurde in der Ramel-Sehestedschen Kapelle in der Kirche des Klosters Sorø beigesetzt.

Sehested war zweimal verheiratet: In erster Ehe heiratete er am 18. Dezember 1717 Anna Christine Stockfleth (1690–1730), die Tochter des Kapitäns Vilhelm de Stockfleth. Aus dieser Ehe stammte unter anderem der Sohn Frantz Vilhelm Sehested (1722–1787), der ebenfalls Offizier und Vater des späteren Staatsministers Ove Ramel Sehested (1757–1838) wurde.

Nach dem Tod seiner ersten Frau schloss er am 18. April 1732 eine zweite Ehe mit Frederikke Eickstedt († 14. Juli 1755), der Tochter des Obersten Valentin von Eickstedt und Witwe des 1720 verstorbenen Majors Christian Vibe.

Literatur

Kategorie:Kavallerist (Dänemark-Norwegen) Kategorie:Generalleutnant (Dänemark-Norwegen) Kategorie:Ritter des Dannebrogordens (1671–1808) Kategorie:Befehlshaber eines Regiments Kategorie:Däne Kategorie:Norweger Kategorie:Geboren 1687 Kategorie:Gestorben 1774 Kategorie:Mann