mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet des Woodford-Blütenflughundes Der Woodford-Blütenflughund (Nesonycteris woodfordi) ist ein auf den nördlichen und zentralen Salomon-Inseln verbreitetes Fledertier in der Familie der Flughunde. Das Typusexemplar stammt von der Insel Alu. Vermutlich sind die Populationen ein Komplex aus mehreren Arten. Eine genaue taxonomische Revision sollte das klären.
Unterarten und Verbreitung Es werden zwei Unterarten unterschieden: N. w. woodfordi, auf den Inseln Buka, Bougainville, den Shortland-Inseln, Fauro, Choiseul und Santa Isabel. N. w. aurantius, auf Nggela.
Merkmale In der Größe entspricht das schwanzlose Tier mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 80 bis 106 mm, einer Unterarmlänge von 48 bis 59 mm und einem Gewicht von 25 bis 50 g den anderen Gattungsmitgliedern. Es sind 14,5 bis 23 mm lange Hinterfüße und Ohren von 10 bis 16 mm Länge vorhanden. Die Unterart mit den Zusatz aurantius ist allgemein kleiner und hat verschiedene abweichende Schädelmerkmale. Kennzeichnend für den Kopf sind eine längliche Schnauze mit rohrförmigen Nasenöffnungen, Ohren mit einer breiten Spitze und große Augen mit dunkelbrauner Regenbogenhaut. Auf diesem und auf dem Nacken ist helles und kurzes rotbraunes Fell vorhanden, das in zimtfarbenes bis orangebraunes Fell übergeht. Auf der Unterseite kommt helles graubraunes Fell vor. Weiße Stellen an den Gliedern der Finger stehen im Kontrast zu den schwarzen Flügeln. Die sehr schmale Schwanzflughaut ist nur an den Innenseiten der Beine vorhanden. Auch an den Krallen der Füße besteht ein Kontrast zwischen dem braunen Hauptteil und den weißen Spitzen. Der Scheitelkamm am Schädel ist flach und er fehlt bei der Unterart aurantius. Typisch sind flache Backenzähne im Oberkiefer.
Lebensweise Der Flughund hält sich im Flachland und in Gebirgen bis 1100 Meter Höhe auf. Er bewohnt tropische Regenwälder und besucht Gärten und Kokosnussplantagen. Die Exemplare ruhen einzeln oder in kleinen Gruppen und die vorhandenen Beobachtungen lassen nur kurze Ausflüge vermuten. Soweit bekannt besteht die Nahrung aus Nektar und Pollen, die vermutlich mit weichen Früchten komplettiert werden. Funde von trächtigen Weibchen oder Weibchen mit aktiven Zitzen in unterschiedlichen Monaten legen nahe, dass die Fortpflanzung zu allen Jahreszeiten erfolgt. Ein Wurf enthält ein Neugeborenes. Dieses bleibt bei Ausflügen der Mutter im Nest.
Gefährdung Regional kann sich die Umwandlung der Wälder in Anbaugebiete negativ auswirken. Es sollte noch geklärt werden, wie zwingend die Begrenzung auf kleine Reviere ist. Im Jahr 2016 galt die Art noch als gewöhnlich vorkommend. Die IUCN listet den Woodford-Blütenflughund als nicht gefährdet (least concern).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Flughunde Kategorie:Endemisches Tier der Salomon-Inseln