Rudolf Maximilian von Salis-Soglio (* 5. Februar 1785 in Chiavenna; heimatberechtigt in Soglio und Chur; † 16. März 1847 in Chur) war ein Bündner Landammann und Schweizer Regierungsrat. Er gehörte der reformierten Linie des Geschlechts Salis an.
Leben und Wirken Rudolf Maximilian von Salis war Sohn des Bundspräsidenten und Offiziers in fremden Diensten Friedrich Anton von Salis und der Perpetua von Salis-Tagstein. Sein Taufpate war Pfalzgraf Max Joseph von Pfalz-Zweibrücken. Salis wurde 1797 pfalz-baierischer Fahnenjunker und diente bis 1809 seinem Taufpaten, nunmehr König Maximilian I. Joseph von Bayern, als Oberleutnant und Kammerherr. Er heiratete Margerethe Perpetua, Tochter des Podestà und Landammanns Herkules von Salis-Soglio.
Von Salis war Landammann des Bergells-Unterporta. Im Jahr 1814 liess er sich in Chur nieder und bei der gescheiterten Rückeroberung der Bündner Untertanenlande war er Zivilkommissär. Von 1820 bis 1825 und von 1826 bis 1829 gehörte Salis dem Bündner Grossen Rat an und war 1829 dessen Präsident. Als Bundspräsident des Gotteshausbundes sass er 1825 und 1829 im Kleinen Rat ein. Zudem wirkte er als Bündner Vertreter bei diplomatischen Missionen mit. Zwischen 1826 und 1839 diente er achtmal für ein Jahr als Amtsbürgermeister der Stadt Chur.
Literatur Jules Robbi: Die Standespräsidenten und Vizepräsidenten des Kantons Graubünden. 1917. S. 96–97.
Belege
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