Chloe Cheung (; geboren am 5. Februar 2005) ist eine hongkong-chinesische Bürgerrechtlerin, die im Exil im Vereinigten Königreich lebt. Im Dezember 2024 setzte die Polizei in Hongkong eine Belohnung von 1 Million Hongkong-Dollar für Hinweise aus, die zu ihrer Festnahme führen, und stellte einen Haftbefehl aus. Cheung war zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre alt und damit die jüngste der damals insgesamt 19 im Ausland gesuchten Bürgerrechtlerinnen in nationalen Sicherheitsverfahren der Hongkonger Behörden.

Leben Cheung nahm als Schülerin an den Protesten in Hongkong 2019 teil und erlebte dabei Polizeigewalt. Ihre Familie nutzte später das britische Visumprogramm für Inhaber des British National (Overseas)-Status und zog in das Vereinigte Königreich, wo Cheung während der COVID-19-Pandemie ihre Schulausbildung fortsetzte. Die Familie ließ sich zunächst in Leeds nieder, während Cheung später in London lebte.

Wirken Cheung nahm eine Stelle bei der Committee for Freedom in Hong Kong Foundation an, weil sie sich die Gebühren für internationale Studierende an britischen Universitäten nicht leisten konnte. Die Hongkonger Behörden beschuldigten sie im Zusammenhang mit dem nationalen Sicherheitsrecht Delikten wie Sezession, Subversion und Kollaboration mit ausländischen Kräften. Cheung erklärte öffentlich, sie werde auch angesichts des Haftbefehls weiter tun, was sie für richtig halte. Das US-Außenministerium kritisierte die extraterritoriale Anwendung der Hongkonger Sicherheitsgesetze und bezeichnete die Kopfgelder als Form „transnationaler Repression“. Der britische Außenminister David Lammy erklärte, das Vereinigte Königreich werde Versuche ausländischer Regierungen, Kritiker im Ausland zu bedrohen oder einzuschüchtern, nicht tolerieren. Anfang 2025 traf Cheung im Rahmen ihrer Arbeit in Westminster Keir Starmer und Priti Patel.

Einzelnachweise

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