Grądki (osada) () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Godkowo im Powiat Elbląski.
Geographische Lage Die Osada (= „Siedlung“) Grądki liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Das gleichnamige Dorf (polnisch „wies“) Grądki () liegt 600 Meter in östlicher Richtung entfernt. Bis zur Stadt Pasłęk sind es 13 Kilometer, bis zur Kreismetropole Elbląg sind es 30 Kilometer in nordwestlicher Richtung.
Geschichte Als Tyrbach wurde das Kirch- und Gutsdorf im Jahre 1354 genannt.Dietrich Lange: Groß Thierbach, in: Geographisches Ortregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1874 wurde Groß Thierbach in den neu errichteten Amtsbezirk Nauten (heute polnisch Nawty) eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Nauten/Quittainen Er gehörte zum Kreis Preußisch Holland im ostpreußischen Regierungsbezirk Königsberg. Im Jahre 1881 wurde der Ort in den Amtsbezirk Quittainen (Kwitajny) umgegliedert.
Am 1. Januar 1908 wurde das Gut Groß Thierbach erstmals als eigenständiger Gutsbezirk im Amtsbezirk Quittainen genannt. Im Jahre 1910 soll er 19 Einwohner gezählt haben.Meyers Gazetteer: Groß Thierbach
Am 30. September 1928 aber endete die Eigenständigkeit des Gutsbezirks Groß Thierbach: Er wurde mit dem Gutsbezirk Klein Thierbach (Grądówko) und der Quittainer Exklave Groß Thierbacher Wald in das Dorf Groß Thierbach eingemeindet.
1945 wurden das Dorf und das Gut Groß Thierbach jeweils wieder verselbständigt und erhielten die polnische Namensform Grądki bzw. Grądki (osada). In Kriegsfolge war das gesamte südliche Ostpreußen in jenem Jahr an Polen abgetreten worden. Beide Orte sind bis heute Teil der Gmina Godkowo im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion Das Gut Thierbach war bis 1945 in den Sprengel Groß Thierbach der evangelischen Vereinigten Kirchengemeinden Groß Thierbach-Quittainen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in Preußisch Holland eingegliedert.
Heute gehört Grądki (osada) zur St.-Georgs-Kirchengemeinde in Pasłęk in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, außerdem zur katholischen Kirche in Grądki, einer Filialkirche der Pfarrei Rogajny im Dekanat Pasłęk II im Bistum Elbląg.
Verkehr Grądki (osada) liegt an einer Nebenstraße, die bei Surowe von der Woiwodschaftsstraße 527 (ehemalige deutsche Reichsstraße 133) abzweigt und bis nach Grądki führt. Außerdem endet eine von Grużajny kommende Straße in Grądki (osada). Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Godkowo