mini|hochkant|Vernon L. Lowrance Vernon Long Lowrance (* 19. April 1909 in Catawba, Catawba County, North Carolina; † 12. Mai 1995 in Coronado, Kalifornien) war ein Vizeadmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur des Office of Naval Intelligence (ONI).
Leben Vernon Lowrance war ein Sohn von Lawson Henry Lowrance (1862–1910) und dessen Frau Essie Cline Long (1877–1968). Im Jahr 1930 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Vizeadmiral.
Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Lowrance wurde zum U-Boot-Offizier ausgebildet. In den 1930er Jahren war er an Bord verschiedener U-Boote sowohl im Atlantik als auch im Pazifik tätig. Zur Zeit des amerikanischen Eintritts in den Zweiten Weltkrieg kommandierte er das an der amerikanischen Atlantikküste operierende U-Boot USS R-16.
Im weiteren Verlauf wurde er auf den Pazifik versetzt. Dort kommandierte er die U-Boote USS Kingfish und später USS Sea Dog. Er nahm an mehreren Gefechten teil und versenkte mehrere japanische Schiffe. Schließlich erhielt er das Kommando über die 121. U-Boot-Division (Submarine Division 121).
Nach dem Krieg erhielt er unter anderem den Oberbefehl über die 8. U-Boot-Staffel (Submarine Squadron eight), die 3. Kreuzerdivision (Commander Cruiser Division Three), das amphibische Angriffsschiff USS Rockbridge und den Schweren Kreuzer USS Macon. Zwischenzeitlich leitete er in San Diego das Ausbildungszentrum der Pazifikflotte (Commander Training Command, U.S. Pacific Fleet).
Im September 1960 übernahm er als Nachfolger von Laurence H. Frost das Kommando über das Office of Naval Intelligence, den Nachrichtendienst der United States Navy. Dieses Amt bekleidete er bis zum Juni 1963, als er von Rufus L. Taylor abgelöst wurde. Seine Amtszeit war von den Ereignissen um die Kubakrise geprägt. Nach einer zwischenzeitlich anderen Verwendung erhielt er im September 1964 das Kommando über die U-Boote der Atlantikflotte. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Jahr 1966. Anschließend wurde er stellvertretender Leiter der Defense Intelligence Agency. Im Jahr 1969 schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.
Er starb am 12. Mai 1995 in Coronado in Kalifornien und wurde auf dem Friedhof der Marineakademie in Annapolis beigesetzt.
Orden und Auszeichnungen Vernon Lowrance erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:
Navy Cross Navy Distinguished Service Medal Silver Star Bronze Star Medal World War II Victory Medal
Weblinks
Lowrance bei der Naval Submarine League (zuletzt abgerufen am 23. Februar 2026) Lowrance in der Hall of Valor (zuletzt abgerufen am 23. Februar 2026) Zeitungsnachruf vom 17. Mai 1995 (zuletzt abgerufen am 23. Februar 2026)
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