mini|Lagána Lagána () ist ein traditionelles griechisches Fladenbrot, das am Kathará Deftéra („Reiner Montag“), dem ersten Tag der Großen Fastenzeit der orthodoxen Kirchen, in Griechenland und Zypern gebacken und verzehrt wird.
Beschreibung Lagána ist ein flaches, meist oval geformtes Weizenbrot mit relativ knuspriger Kruste und lockerem Inneren. Typisch sind eine mit Sesamsamen bestreute Oberfläche sowie fingerförmige Vertiefungen. Am Kathará Deftéra wird das Lagána in Griechenland und Zypern traditionell frisch gebacken und mit Speisen verzehrt und folgt den Fastenvorschriften der orthodoxen Kirche. Regionale Unterschiede bestehen vor allem in Dicke, Krustenbildung und gelegentlichen Teigzusätzen (etwa Gewürze oder Tahini). Die charakteristische flache Form mit eingedrückter Oberfläche und Sesambestreuung bleibt jedoch weitgehend konstant.
Etymologie Der Name geht auf das altgriechische Wort láganon (λάγανον) zurück. In der klassischen Literatur bezeichnete laganon ein dünnes, aus Mehl bereitetes Teigprodukt. Das Wort ist auch im Lateinischen als laganum belegt, etwa bei Horaz (sat. 1, 6, 115),Horaz: Sermones (Satiren) 1,6,115. und bezeichnete einen Ölpfannekuchen.
Liturgischer und kultureller Kontext Kathará Deutéra markiert in der orthodoxen Tradition den Beginn der vierzigtägigen Großen Fastenzeit vor Ostern. Der Tag ist in Griechenland mit Bräuchen wie Ausflügen ins Freie und dem Steigenlassen von Drachen (χαρταετός) verbunden. Lagána fungiert in diesem Zusammenhang als symbolisches Fastenbrot und wird gelegentlich mit dem Motiv des ungesäuerten Brotes der Exodusüberlieferung in Verbindung gebracht.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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