Die Baureihe G5 der Suomen Valtion Rautatiet (Finnische Staatseisenbahnen) waren fünf Dampflokomotiven, die bei Dübs and Company in Glasgow in Schottland bestellt wurden. Sie wurden 1894 mit den Fabriknummern 3195–3199 fertiggestellt und erhielten die Betriebsnummern 191–195.
Technische Ausführung
Zeitgleich mit der Bestellung von Lokomotiven der Baureihe G4 beim schottischen Hersteller Dübs wurden fünf schwerere Lokomotiven der bereits in Finnland vorhandenen Baureihe G3 geordert.
Nach ihrer Fertigstellung im Jahr 1894 erhielten sie die Baureihenbezeichnung G5 und die Betriebsnummern 191–195. Diese Lokomotiven waren Mehrzwecklokomotiven mit Nassdampfkessel. Sie verfügten über Flachschieber. Die Lokomotiven waren mit einer Vorlaufachse und drei Treibachsen ausgestattet.
Der Schlepptender war dreiachsig. Alle G5-Lokomotiven wurden für Holzfeuerung gebaut. Später wurden sie wiederholt auf Kohlefeuerung und zurück umgerüstet, wobei sie weiterhin einen Holzschornstein besaßen. Die Lokomotiven waren mit Ölbeleuchtung ausgestattet. Sie besaßen ursprünglich ein Winterthur-Anfahrventil, das später durch ein Dultz-Anfahr- und Schaltventil ersetzt wurde. Die Gasbeleuchtung wurde zwischen 1902 und 1906 eingebaut.
VR Sk3 Im Zuge der Seriennummernreform von 1942 wurden die verbliebenen G5-Lokomotiven 192–195 mit den noch vorhandenen Lokomotiven der Baureihen G3, G10 und G11 zur gemeinsamen Baureihe Sk3 zusammengefasst.
Einsatz und Verbleib Die Lokomotiven wurden zunächst hauptsächlich im Güterverkehr eingesetzt, später auch in geringerem Umfang im gemischten Personen- und Güterverkehr. Die Lokomotiven der Baureihen K3 (ab 1942 Tv1), K4 (ab 1942 Tv2) und K5 (ab 1942 Tk3) ersetzten die G5 im Güterverkehr, diese wanderten in den Rangierdienst ab und wurden für Arbeitszüge eingesetzt.
Die Lokomotiven 191–195 waren zunächst in Wiborg stationiert. Von dort wurden sie in den 1920er Jahren nach Kouvola und während des Winterkriegs nach Oulu verlegt.
Die deutschen Truppen in Finnland verwendeten 1918 die G5 191 und die G10 336 als Panzerzug-Lokomotiven. Sie verblieben nach dem Abzug der deutschen Truppen bei den finnischen Streitkräften und wurden 1921 an die finnische Staatseisenbahnen zurückgegeben.
Lokomotive 191 wurde 1941 nach Beschädigungen bei der Bombardierung von Kuopio verschrottet, der Tender wurde bei der G10 341 weiterverwendet.
Die verbleibenden vier seit 1942 in der Baureihe Sk3 gelisteten Lokomotiven wurden zwischen 1955 und 1958 ausgemustert.
Weblinks
Kategorie:Schienenfahrzeug (Dübs and Company) G5 Kategorie:Dampflokomotive Achsfolge 1C