mini|Kirche Gottesmutter vom Rosenkranz mini|Relief des Kindergrabes

Kiełczów (deutsch: Gross Weigelsdorf) ist ein Ort in der Landgemeinde Długołęka Powiat Wrocławski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Geografie Kiełczów liegt nördlich des Flusses Widawa auf einer Höhe von 119,5 m bis 129,3 m über dem Meeresspiegel.Między Widawą a Dobrą, od zarania dziejów do współczesności. Słownik historyczno – geograficzny miejscowości z terenu LGD Dobra Widawa, Oleśnica 2011, ISBN 978-83-61892-08-3, S. 72. PDF. (polnisch)

Ortsname Im Jahr 1335 erscheint der Name Villa Wigandi in Dokumenten, im Jahr 1346 Wygandisdorf und im Jahr 1376 Wygandi Villa – der Patronymname eines Gründungspatrons namens Wygand. Vor dem Zweiten Weltkrieg hieß das Dorf Groß Weigelsdorf.Tomasz Karniewicz, Zdzisław Nowakowski: Między Widawą a Dobrą, od zarania dziejów do współczesności. 2011, S. 72–73. PDF.

Ortsgeschichte Um 1530 übernahmen lokale Lutheraner die Pfarrkirche. Aufgrund des schlechten Zustands wurde 1597 ein neues Gebäude errichtet. Bei einem Brand im Jahr 1654 verbrannten Sakristei, Pfarrhaus und Schule sowie alle kirchlichen Unterlagen. Das jetzige, klassizistische Gebäude wurde in den Jahren 1790–1792 unter dem Namen „Heilige Dreifaltigkeit“ auf den Resten des Vorgängerbaus errichtet; es wurde renoviert 1859, 1892 und 1930–1931 und 1969.

Im Jahr 1845 gab es im Dorf 92 Häuser, in denen 664 Einwohner lebten. Vermutlich Mitte des 17. Jahrhunderts (1655) wurde im Dorf eine Schule gegründet, deren Existenz 1785, 1837 und 1845 bestätigt wurde. Am 14. Februar 1874 wurde der Amtsbezirk Groß Weigelsdorf gegründet. Jahr 1907 zählte das Dorf 707 Einwohner, es gab keine polnischsprachige Bevölkerung.

1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, verließ die deutsche Bevölkerung das Land oder wurde vollständig vertrieben und durch polnische Siedler, hauptsächlich aus dem Osten ersetzt. 1972 wurde in Kiełczów eine römisch-katholische Pfarrei gegründet. In den 1950er Jahren wurde im Dorf an der Wilczycka-Straße eine Grundschule eröffnet. Im September 1994 wurde die Erweiterung der Schule beschlossen, die bis 1997 fertiggestellt wurde, und 1999 wurde die Schulsporthalle eröffnet.

Baudenkmäler Unter Denkmalschutz steht:

Kirche Gottesmutter vom Rosenkranz (pw. Matki Boskiej Różańcowej) bis 1945 evangelische Dreifaltigkeitskirche, eine klassizistische Saalkirche von 1791–92. Es gibt eine Grabplatte aus Sandstein mit Flachreliefs der Kinder der Familie von Bibran.Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 443.

Weblinks

Kirchengemeinde Gross Weigelsdorf auf Oels.ch.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Niederschlesien Kategorie:Gmina Długołęka