Eduard von Raab, auch Eduard Ritter von Raab (* 12. April 1837 in Büyükdere, Stadt Konstantinopel (heute Istanbul); † 5. Oktober 1888 in Bukarest, Rumänien) war Großgrundbesitzer und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.Raab, Eduard Ritter von, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments, abgerufen am 21. Februar 2026.
Leben Eduard von Raab war Sohn des Anton Ritter von Raab († 1864) (einem Dolmetsch an der Internuntiatur in Konstantinopel). Er besuchte von 1851 bis 1855 die Genieakademie in Klosterbruck, Gemeinde Edelspitz/Sedlešovice (heute Stadt Znojmo in Mähren). Von 1855 bis 1856 ging er auf die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt. Im Jahr 1856 wurde er Unterleutnant, 1859 Oberleutnant, aber schon 1860 beurlaubt und letztendlich 1862 außer Dienst gestellt. Ab 1860 wurde er durch seine erste Ehe Mitbesitzer des Guts Stiebar in der Gemeinde Gresten (Bezirk Scheibbs). Ab seiner zweiten Ehe 1867 wirkte er auch maßgeblich in der Achsenfabrik seines Schwiegervaters Josef Heiser (1810–1895) (Jos. Heiser, vormals J. Winter’s Sohn) in Kienberg (Gemeinde Gaming, Bezirk Scheibbs) mit, vor allem im Ausbau des Exports.
Er starb am 5. Oktober 1888 im Alter von 51 Jahren in Bukarest.
Er war römisch-katholisch und ab 1860 verheiratet mit Marie Freiin von Knorr († 1861), mit der er eine Tochter hatte. Nach ihrem Tod heiratete er im Jahr 1867 Pauline Heiser, mit der er eine Tochter und einen Sohn hatte.
Eduard von Raab war von 1874 bis 1884 Mitglied im Niederösterreichischen Landtag (III. und IV. Wahlperiode), als Abgeordneter der Großgrundbesitzes (verfassungstreuer Großgrundbesitz). Von 1864 bis 1870 und von 1876 bis 1879 war er Bürgermeister von Gresten.
Politische Funktionen Eduard von Raab war vom 7. Oktober 1879 bis zum 23. April 1885 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (VI. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Großgrundbesitz zuständig.
Klubmitgliedschaften Eduard von Raab war ab 1879 Mitglied im Klub der Liberalen und ab dem 19. November 1881 bei den Vereinigten Linken (verfassungstreuer Großgrundbesitz).
Literatur Biographisches Handbuch Des NÖ Landtages 1861–1921, S. 156
Raab Eduard, Ritter v. In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0009, IX. Session, S. 327–328 (online bei ANNO).
Weblinks Raab, Eduard Ritter von, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments
Einzelnachweise
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