Chiara Zamboni ist eine italienische Philosophin und Professorin für theoretische Philosophie an der Universität Verona. Sie gehört zu den Gründerinnen der feministischen Philosophiegemeinschaft Diotima, die in Verona das Denken der Geschlechterdifferenz ausgearbeitet hat. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Analyse von Sprache und Geschlechterdifferenz.
Leben und Wirken Zamboni lehrt an der Universität Verona und befasst sich mit dem ‚pensiero femminile‘. In diesem akademischen Umfeld wirkte sie am Aufbau der Gemeinschaft Diotima mit, die als historischer Bezugspunkt des italienischen Feminismus beschrieben wurde. Mit Parole non consumate. Donne e uomini nel linguaggio veröffentlichte sie eine Studie zur sprachlichen Differenz zwischen Frauen und Männern. Zu ihren späteren Veröffentlichungen zählt Pensare in presenza. Conversazioni, luoghi, improvvisazioni (2009). Als Herausgeberin verantwortete sie Werke wie L’inconscio può pensare? Tra filosofia e psicoanalisi (2013), Una filosofia femminista. In dialogo con Françoise Collin (2015) und La carta coperta. L’inconscio nelle pratiche femministe (2019). Im Jahr 2017 erschien ihr Essay Il male in Simone Weil e Hannah Arendt beim Verlag Una città. 2023 gab sie Cristina Campo. Il senso preciso delle cose tra visibile e invisibile heraus, der Beiträge einer Tagung an der Universität Verona im Jahr 2022 umfasst. In der Deutung von Campos Text Note sopra la liturgia hob Zamboni hervor, dass liturgische Praxis das Körperliche einschließt und nicht auf das Seelische reduziert werden kann.
Einzelnachweise
Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Verona)