mini|Marc Réville und Ferdinand Sarrien, 1908 Marc Réville (geboren am 19. Juni 1863 in Rotterdam; gestorben am 19. Oktober 1920 in Paris) war ein französischer Politiker der Dritten Republik.
Leben Marc Révilles Vater, ein protestantischer Pastor und Theologe, arbeitete bis 1851 in Rotterdam und kehrte dann als Professor für Religionsgeschichte an das Collège de France nach Paris zurück. Marc studierte zunächst an der Universität von Dieppe und später an der Faculté de droit de Paris Rechtswissenschaften. Er arbeitete als Anwalt in einer Kanzlei und als Journalist bei La Revue politique et littéraire und Le Petit Comtois.
Er begann seine politische Laufbahn 1896, nachdem er sich im Département Doubs niedergelassen hatte, und wurde zum Bürgermeister von Montécheroux gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis 1919. Von 1903 bis 1919 war er dort auch als Generalrat tätig. 1903 wurde er im Département Doubs zum Abgeordneten gewählt. Der Kammer gehörte er bis 1919 an. Er war Mitglied der Radical indépendants und der von dieser getragenen Fraktion der Gauche radicale – beides trotz ihres Namens Organisationen der politischen Mitte.
1913 stellte er sich erfolglos für den Senat zur Wahl. Im Parlament gehörte das Arbeitsrecht zu seinen Schwerpunkten. Obwohl er Mitglied der Französischen Liga für Menschenrechte war, war Réville Initiator des Carnet anthropométrique für Roma, mit dem nichtsesshafte Personen überwacht werden konnten.
1914 war er Minister für Handel, Industrie, Post und Telegraphie im nur vier Tage bestehenden Kurzzeitkabinett Alexandre Ribots. 1919 unterlag er bei den Parlamentswahlen einem Kandidaten des Bloc national.
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Einzelnachweise
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