Johann Eduard Karl Clauß, auch Carl Clauß (* 16. Oktober 1828 in Schneeberg (Erzgebirge) als Johann Eduard Carl Clauß; † 1. Juni 1882 in DresdenStadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden I, Sterberegister Dez. 1881–Dezember 1882, Nr. 668.), war ein deutscher Kunsthistoriker. Er war Direktor der Königlich Sächsischen Porzellan- und Gefäßsammlung in Dresden.

Leben und Wirken Er war der Sohn des aus Schneeberg stammenden evangelisch-lutherischen Pfarrers Johann Clauß, der 1835 erster Pfarrer in Bockwa wurde 1850 verstarb. Hier in der Nähe von Zwickau wuchs Karl Clauß auf und besuchte die Schule.

In Dresden war er seit Mai 1872 als Inspektor des Königlich Sächsischen Grünen Gewölbes unter Johann Georg Theodor Grässe tätig.Dresdner Journal. Königlich Sächsischer Staatsanzeiger. Verordnungsblatt der Ministerien und der Ober- und Mittelbehörden vom 16. Mai 1872, S. 2. Am 1. Mai 1882 wurde er zum Direktor der Porzellan- und Gefäßsammlung im Johanneum in Dresden ernannt, verstarb jedoch bereits einen Monat später im Alter von 53 Jahren in seiner Wohnung in der Holbeinstraße 6 in Dresden.Zeitschrift für Museologie und Antiquitätenkunde. 1882, S. 72.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit als sächsischer Beamter arbeitete er unterstützend auch in der Redaktion des Dresdner Journals mit, dessen ständiger Mitarbeiter er später wurde. Daneben schrieb er auch für mehrere Kunstblätter des In- und Auslandes und war Mitarbeiter der Allgemeinen Deutschen Biographie.Auflistung aller ADB-Artikel von Clauß Außerdem unterstützte er die Erarbeitung des Allgemeinen Künstlerlexikons und gemeinsam mit A. Andresen die Vollendung von Georg Kaspar Naglers Monogrammisten.

Schriften (Auswahl) Die Königliche Gewehr-Gallerie zu Dresden; nach dem beschreibenden Verzeichniss von Friedrich Nollain. H. Schönfeld, Dresden 1873. (mit A. Andresen): Fortsetzung von Georg Kaspar Nagler: Die Monogrammisten und diejenigen bekannten und unbekannten Künstler aller Schulen, welche sich zur Bereicherung ihrer Werke eines figürlichen Zeichens, der Initialien des Namens, der Abbreviatur desselben &c. bedient haben Franz, München 1858 Meisterwerke der Gemälde-Gallerie in Dresden. 30 Blätter nach den originalen in Kupfer gestochen mit erklärendem Text. Dresden o. J.

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