La Face cachée de la Terre (internationaler Titel: The Hidden Face of the Earth) ist ein französischer Dokumentarfilm von Arnaud Alain aus dem Jahr 2026.

Inhalt Dimitri ist begeisterter Fotograf, verliert aber langsam das Augenlicht. Schon zu Beginn des Films ist die Hälfte seines Gesichtsfeldes verdunkelt. Davon lässt sich Dimitri aber nicht abhalten und fotografiert weiterhin. So trifft er sich in seiner Heimatstadt Paris mit seinem Freund Pierre, der bereits vor 20 Jahren erblindet ist. Zusammen unterhalten sie sich über Bilder und Freundschaft. Bei einer Reise nach New York City fotografiert Dimitri nur noch schwarz-weiß. Nachts kann er gar nichts mehr sehen. Er sagt, dass er sich mehr auf sein Gehör verlasse. Das Schießen des Fotos sei für ihn ohnehin eine instinktive Sache geworden. So entstehen Fotos eines Black-Lives-Matter-Protestes, einer Straßenparty und eines Liebhabers auf einem Balkon.

Zwischendurch überlappt Regisseur Alain ältere Bilder von Dimitri mit seiner heutigen Gestalt. Zurück in Paris bereitet Dimitri eine Ausstellung seiner New-York-Bilder in einer Galerie vor. Er freut sich darüber, dass er auf den großformatigen Bildern neue Details entdecken kann. Nachts wandelt er durch die Straßen von Montmartre, die für ihn vollständig dunkel, aber doch klangvoll sind. Er vergleicht seine Spaziergänge mit dem Weltall, das sich jenseits der Erde ausbreitet. Für die Ausstellung hat Dimitri Texte in Brailleschrift drucken lassen, die sein Freund Pierre aufmerksam liest. So können auch Blinde an seiner Ausstellung teilhaben. Später telefoniert Regisseur Alain mit Dimitri und bittet ihn, zu einer Gay-Pride-Parade zu kommen. Doch Dimitri lehnt ab, da er fest im Griff seiner Depression sei und einige Aufnahmen für einen Dokumentarfilm für ihn den Preis nicht wert seien. Er erzählt, dass er trotz seiner Erblindung noch Farben sehen bzw. fühlen könne; zinnoberrot beschreibt er als heiß und gefühlsbetont. Zu diesem Gespräch sieht man alte Aufnahmen von Dimitri an einer Meeresküste, wie er glücklich über die Felsen läuft und an einer Blume riecht.

Produktion Regisseur Alain arbeitet seit einigen Jahren als Kameramann und brachte mit diesem Film sein Debüt auf die Leinwand. Über mehrere Jahre begleitete er seinen Freund Dimitrit Jean und filmte seine zunehmende Erblindung. Der Film feierte am 17. Februar 2026 auf der Berlinale in der Sektion Panorama Premiere.

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Französischer Film Kategorie:Blindheit im Film