Diese Übersicht enthält Frauen, die einen Bezug zum Kanton Graubünden haben (alphabetisch nach Familiennamen geordnet). Aufgeführt sind Frauen von der Äbtissin im 13. Jahrhundert bis zur aktiven Sportlerin. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
A Martina Accola (* 1969), Skirennfahrerin Adelheid (bezeugt zwischen 1211 und 1233), Äbtissin des Benediktinerinnenklosters St. Johann in Müstair Laura von Albertini (1853–1909), Graphologin Astrid Alexandre (* 1981), Liedermacherin und Radiojournalistin Sabina Altermatt (* 1966), Autorin Livia Altmann (* 1994), Eishockeyspielerin Silvia Andrea (1840–1935), Schriftstellerin Nini von Arx-Zogg (1907–1988), Skirennfahrerin
B Flurina Neva Bätschi (* 2003), Snowboarderin Leoni Balzer (* 2006), Eishockeyspielerin Hanni Bay (1885–1978), Malerin und Leiterin einer Beratungsstation für mittellose Mütter und ihre Neugeborenen im damaligen «Churer Volkshaus» Marietta Balzer-Caspar (* 1933), Lehrerin und Autorin. Geboren in Lantsch/Lenz, kämpfte sie als junge Frau für ihren Berufswunsch Lehrerin und behauptete sich in der pädagogischen und heilpädagogischen Arbeitswelt. Sie schrieb Wo Himmel & Erde sich berühren, im Dialog Zug, 2022 (Autobiographie). Barbara Bansi (1777–1863), Malerin Elisabeth Bardill (* 1941), Journalistin Franziska Barta (* 1969), Hausärztin und Autorin. Geboren in Ostberlin, führt sie seit vielen Jahren eine Hausarztpraxis in Zuoz. Ermutigt von der Schriftstellerin Angelika Overath schrieb sie im Buch Eine Berlinerin im Engadin über ihre Kindheit als hochbegabtes Mädchen in Ostberlin und über die riskante Flucht über die Mauer in den Westen. Als junge Ärztin und Fotografin entdeckte sie die Natur und die Berge und fand im Engadin eine neue Heimat. Antonetta Battaglia-Janutin (* 1941), Autorin. Aufgewachsen im katholischen Riom rebellierte sie schon früh gegen Kirche und Konventionen. Sie schrieb ihre Erinnerungen im Buch Ein Goldesel wäre mir lieber gewesen. Kindertage in Riom – Erinnerungen und Rezepte auf, erschienen 2025 im Frauenkulturverlag Graubünden. Katharina von Bavier-Roffler (1801–1871), gehörte als Frau von Johann Baptista von Bavier der Churer Oberschicht an und war dadurch bestens mit der politischen und wirtschaftlichen Stadtelite vernetzt. Das machte sie zu einer der Bündner Pionierinnen im sozialen Engagement. Sie war Mitbegründerin und erste Präsidentin des Frauenvereins zur Unterstützung der Armen durch Arbeit in Chur (gegr. 1849). Sie prägte die Vereinsaktivitäten als initiative Persönlichkeit bis zu ihrer Demissionierung 1866 und engagierte sich jahrelang für die Frauenfürsorge. Von Bavier gehörte auch zu den Mitgründerinnen des 1865 ins Leben gerufene Vereins zur Förderung der Mädchenberufsbildung. Talina Benderer (* 2006), Eishockeyspielerin Luana Bergamin (* 1985), Politikerin, Unternehmerin und Sportfunktionärin Doris Berger (* 1996), Unihockeyspielerin Martina Berther (* 1984), Fusion- und Improvisationsmusikerin Antonia Bertschinger (* 1973), Autorin und Journalistin Corina Bezzola (* 1964), Künstlerin, aufgewachsen im Engadin, erhielt 1999 das Kunststipendium des Kantons Graubünden, Einzelausstellungen u. a. in Basel, Paris und Berlin, Gruppenausstellungen u. a. in Pontresina und im Bündner Kunstmuseum in Chur.Vom Hochsitz zum Baumhaus? In: Engadiner Post vom 19. Juli 2018 (auf e-newspaperarchives.ch) Ladina Bordoli (* 1984), Autorin und Unternehmerin Anuk Brändli (* 2003), Skirennfahrerin Monica Brügger (* 1932), erste Bündner ETH-Architektin mit eigenem Büro Ines Brunold (* 1932), Malerin, Zeichnerin und Grafikerin. Sie schuf 1963 die Glasfenster St. Katharina und St. Barbara im Schiff der Katholischen Kirche Santa Chatrigna in Zuoz. Anna Maria Brunner-Probst (1764–1836), Ordensgründerin der Schwesternkongregation «vom Kostbaren Blut» Anna Maria Bühler (1774–1854), Kriegsheldin Marga Bührig (1915–2002), Theologin, Bürgerin von Feldis Laura Bürgi (* 1991), ehemalige Unihockeyspielerin Elsa Buol (1892–1920), Gründerin der Bewegung der jungen Bündnerinnen (2025 Bündnerinnenvereinigung Davos)
C Maria Cadruvi (* 1949), langjährige Redaktorin und Journalistin und eine der ersten Frauen beim rätoromanischen Radio und Fernsehen (heute RTR), Sie wurde 2005 für die Radiosendung La Marella mit dem Titel "Die Klänge und Töne der Wörter" ausgezeichnet und erhielt 2009 den Anerkennungspreis des Kantons Graubünden für die "vielseitige Pionierarbeit als Kulturvermittlerin in verschiedenen Medien, vor allem beim Romanischen Radio und Fernsehen, sowie für die Tätigkeit als Verlegerin." Viola Cadruvi (* 1992), Autorin, Dozentin, Literaturwissenschaftlerin und Kolumnistin Rilana Cadruvi Scherrer (* 1978), Musikerin, Pädagogin an der Musikschule Surselva und Leiterin des Schulchors des Gymnasiums Kloster Disentis. 2003 erhielt sie den «Prix Jeunesse» des Eliette von Karajan-Kulturfonds. Corina Caduff (* 1965), Kulturwissenschaftlerin und Literaturkritikerin, Professorin an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) Martina Caluori (* 1985), Schriftstellerin Nina Camenisch (1826–1912), Dichterin Cornelia Camichel Bromeis (* 1970), reformierte Pfarrerin Greti Caprez-Roffler (1906–1994), reformierte Pfarrerin Christina Casanova (* 1959), Psychotherapeutin und Schriftstellerin Elfie Casty (1949–2014), Kochbuchautorin Emmy Cathomas-Meyer (1881–1972), erste Ärztin der SurselvaStaatsarchiv Graubünden: Familienarchiv Cathomas / Caviezel (1480–1990). (PDF; 443 kB) Bearbeitet von Josef Ackermann und Peter Christian Bener (Signatur: 5.1–5.2), S. 29 (PDF-S. 32), 31 (34), 69 (72). In: gr.ch, abgerufen am 30. Oktober 2020. –
Ursulina Mutzner-Scharplatz: Emmy Cathomas-Meyer. In: Bündner Jahrbuch. 2021, , S. 113–117. Lea Catrina (* 1987), Autorin und Geschichtenerzählerin. 2021 erschien ihr Romandebüt Die Schnelligkeit der Dämmerung, 2023 folgte der Roman My Boy und ein Jahr später Waldbad. Für diesen Roman wurde Catrina mit einem literarischen Werkbeitrag des Kantons Graubünden ausgezeichnet. Lea Catrina lebt mit ihrer Familie in Flims, wo sie geboren wurde und aufgewachsen ist. Madlaina Caviezel, Eisstocksportlerin Zoé Chastan, ehemalige Journalistin und die erste Swiss-Ski-Pressechefin der Männer im Ski Alpin (2018–2026) Selina Chönz (1910–2000), Autorin des Schellen-Ursli Rita Christen (* 1968), Bergführerin und Juristin. Sie ist die erste Präsidentin des Schweizer Bergführerverbandes. Tiziana Cipriani Gadient (1995), ehemalige Eishockeyspielerin Cristina Giulia Codega (* 1988), Lokalhistorikerin, Publizistin und Dozentin. Sie publizierte über die Hexenprozesse im Valposchiavo. Lydia Conzett, Möbelschreinerin und Modellbrückenbauerin. Ursprünglich Primarlehrerin, machte Conzett eine Möbelschreinerlehre und bildete sich selbständig zur Modellbauerin aus, indem sie immer wieder Modelle für das Churer Bauingenieurbüro Conzett Bronzini Partner AG anfertigte. Imelda Coray-Monn (1933–2009), Journalistin und Schriftstellerin Corin Curschellas (* 1956), Liedermacherin, Sängerin und Schauspielerin Mazina Schmiedlin Chönz (* 1956) aus der Sctraffito-Kunst-Familie Chönz (Könz) im Engadin. Kunstmalerin und Sgraffito Kunstschaffende. Hat das Haus Sura in Davos mit Sgraffito-Fassade verziert.
D Madlaina Demarmels (1929–2017), Malerin Manuela Dominioni (* 1990), ehemalige Unihockeyspielerin Laura Decurtins (* 1985) Musikwissenschaftlerin. Promovierte an der Universität Zürich mit einer Dissertation über «Musikalische Selbst(er)findung Romanischbündens». Sie erhielt den «Handschin-Preis». Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin des Instituts für Kulturforschung Graubünden, wo sie sich aktuell dem Projekt «Frauen in der Bündner Musikkultur» widmet. Menga Dolf (*1963 ) Bildende Künstlerin
E
Elisabeth Eggerling (1926–2012), Journalistin Mia Engi, Skiakrobatin Gianina Ernst (* 1998), Skispringerin
F Eva-Maria Faber (* 1964), römisch-katholische Theologin und Professorin Mary Fanetti (1916–1993), Dichterin aus Poschiavo Susanna Fanzun (* 1963), Regisseurin und Mitinhaberin der Produktionsfirma Pisoc Pictures. Sie drehte u. a. den Dokumentarfilm Nos Chastè – Das Schloss Tarasp und seine märchenhafte Geschichte, der 2025 am Filmfestival in Solothurn Première hatte und in einer kürzeren Version in der Sendung «Sternstunde Kunst» auf SRF 1 zu sehen war. Der Film ist eng mit Fanzuns eigener Geschichte verbunden, wurde das Schloss Tarasp doch während dreier Generationen durch ihre Familie verwaltet und 2016 an den international bekannten Maler, Bildhauer und Installationskünstler Not Vital verkauft. Valérie Favre Accola (* 1973), Politikerin Fanni Fetzer (* 1974), Autorin, Kuratorin und Direktorin des Kunstmuseums Luzern Seraina Feuerstein (* 1957), Künstlerin. Sie stammt aus der Engadiner Fotografendynastie Feuerstein. Ihre Mutter war die Bündner Malerin Madlaina Demarmels. Seraina Feuerstein lebt und arbeitet in Zürich und Ardez. Chatrina Filli (1914–1983), rätoromanische Schriftstellerin Anna Lydia Florin-Wehrli (1934–2021), Pfarrfrau und Kämpferin für soziale Gerechtigkeit, Ehrenmitglied der Frauenzentrale Graubünden Emilie Forchhammer (1850–1912), Porträtistin, Zeichnerin und Kunstpädagogin Melanie Frey (* 1994), ehemalige Unihockeyspielerin Seraina Friedli (* 1993), Fussballspielerin
G Jole Galli (* 1995), italienische Skirennläuferin und Freestyle-Skierin Romana Ganzoni (* 1967), Schriftstellerin Aita Gasparin (* 1994), Schweizer Biathletin und Olympiateilnehmerin Elisa Gasparin (* 1991), Schweizer Biathletin und Olympiateilnehmerin Selina Gasparin (* 1984), Schweizer Biathletin und Olympiateilnehmerin Johanna Gau (1600–1684), Dominikanerin und Klostervorsteherin Lisa Gensetter (1925–2007), Fotografin, siehe Fotografen im Kanton Graubünden Anna Giacometti (* 1961), Politikerin Julina Gianola (* 2002), Eishockeyspielerin Ursina Giger (* 1985), Jazzsängerin, Liedermacherin und Komponistin Bertilla Giossi, Regisseurin Clementina Gilly, Künstlername Clio (1858–1952), Dichterin und Übersetzerin Michelle Gisin (* 1993), Skirennfahrerin Bianca Gisler (* 2003), Snowboarderin Hortensia Gugelberg von Moos (1659–1715), Ärztin, Publizistin, Forscherin und Schriftstellerin Lise Gujer (1893–1967), Textilkünstlerin
H Ute Haferburg, Intendantin, Operndramaturgin, künstlerische und geschäftsführende Direktorin des Theaters Chur (2010–2020) Isa Hämmerle-Planta (1922–2012), Frauenrechtlerin Célina Hangl (* 1989), ehemalige Skirennfahrerin Colette Hasler-Mühlethaler (1935–2000), Pianistin, Cembalistin und ehemalige Organistin an der Evang.-ref. Kirche Poschiavo, Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Trix Haussmann-Högl (* 1933), Architektin Ladina Heimgartner (* 1980), Medienmanagerin und Journalistin Leni Heitz-Frey (1928–1998), Zeichenlehrerin, Malerin, Holzschneiderin und Geigerin Katharina Hess (* 1935), Schriftstellerin Julia Heuss (1901–1989) war die erste Berufsberaterin des Kantons Graubünden. Sie baute 1934 die Churer Berufsberatungsstelle für Mädchen auf. Später wurde sie Leiterin der kantonalen Zentralstelle für weibliche Berufsberatung und Präsidentin der Bündner Arbeitsgemeinschaft für den Hausdienst. Heuss engagierte sich in verschiedenen Frauenorganisationen sowie im Stiftungsrat der Bündner Frauenschule und der Bäuerinnenschule in Schiers. Silvia Hofmann (* 1954), Mitbegründerin des Frauenkulturarchivs Graubünden Barbara Hosch (* 1980), Skeletonpilotin Andrea Huber (* 1975), Skilangläuferin Annina Hunziker (* 1993), Schauspielerin Britta Huttenlocher (* 1962), Malerin
I
Rebecca Indermaur (* 1976), Schauspielerin
J Barbara Janom Steiner (* 1963), Politikerin Ursina Jecklin-Tischhauser (* 1979), Historikerin, Kuratorin und Direktorin des Museum Regiunal Surselva Birgit Jeggle-Merz (* 1960), römisch-katholische Theologin und Liturgiewissenschaftlerin Anita Jehli (* 1966), Cellistin
K Nadja Kälin (* 2001), Langläuferin Angelika Kauffmann (1741–1807), Malerin