+Mladí národní socialistéGründerEmil ŠpatnýGründung1898Auflösung1948HauptsitzPragAusrichtungDemokratischer SozialismusTschechoslowakismus AntimilitarismusZeitungMladé proudyMutterparteiČSNS mini|Emil Špatný, Gründer und langjähriger Präsident der Organisation
Die Mladí národní socialisté (deutsch: Junge Volkssozialisten), bis 1938 als Svaz československé mládeže socialistické (deutsch: Union der tschechoslowakischen sozialistischen Jugend) bekannt, war die tschechische linke Jugendorganisation in der Tschechoslowakei und in Österreich. Die von 1898 bis 1948 bestehende Organisation gehörte politisch zur Československá strana národně socialistická (ČSNS).
Nach dem Ausbruch der Bosnischen Annexionskrise im Jahr 1908 wurden zahlreiche Mitglieder nach ihrer Verhaftung durch die österreichische k.u.k. Polizei während des sogenannten Antimilitaristischen Kongresses in Prag zu Gefängnisstrafen verurteilt. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurden sowohl die Organisation als auch ihre Mutterpartei verboten. Viele Mitglieder, die sich der Mobilmachung widersetzten, darunter der Vorsitzende Emil Špatný, wurden in Internierungslagern an verschiedenen Orten in Österreich-Ungarn inhaftiert.
Nach dem Zerfall Österreich-Ungarns 1918 gründete die Organisation eine lokale Leitung in der Republik Österreich. Dort agierte sie vorwiegend als Bildungseinrichtung für die tschechische Minderheit in Wien. Die Organisation kooperierte dort mit dem Jugendverband der Tschechoslowakischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Republik Österreich, der mit der Sozialistischen Jugend Österreich verbunden war. Die österreichische Sektion wurde 1934 zusammen mit dem Ende der Demokratie und der Errichtung des Ständestaates aufgelöst.
Während der deutschen Besatzung der Tschechoslowakei von 1938 bis 1945 waren viele Mitglieder in der Widerstandsbewegung aktiv. Nach dem Krieg wurde die Organisation neu gegründet, wurde nach dem Februarumsturz 1948 aufgelöst, als alle Jugendorganisationen zu einer einzigen Jugendorganisation unter der Kontrolle der Kommunistischen Partei zusammengeführt wurden. Viele Mitglieder flohen in den Westen und arbeiteten in den Strukturen des antikommunistischen Rates einer Freien Tschechoslowakei in New York. Die Mutterpartei blieb bis zur Samtenen Revolution von 1989 eine Satellitenpartei der Kommunisten.
Einzelnachweise
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