mini|Deux Ave Maria avec accompagnement d’orgue ou de piano Hortense Wild (geboren am 24. Januar 1814 in Montbéliard; gestorben am 17. Juni 1896 in Châtillon) war eine französische Komponistin, Feministin und Anhängerin des Kapitalismuskritikers Charles Fourier. Sie hat rund sechzig Klavierwerke auch unter dem Pseudonym H. Wild verfasst. Für ihre politischen Schriften ist sie auch unter dem Pseudonym Henriette oder Henriette *** bekannt.

Leben Hortense Wild wurde in eine protestantische Kaufmannsfamilie geboren. Ende der 1830er Jahre zog sie mit ihrem Bruder nach Paris und kam in Kontakt mit der École sociétaire,, abgerufen am 19. Februar 2026. die von den Anhängern von Charles Fourier geleitet wurde.Siehe dazu in den Weblinks den Eintrag Bernard Desmars, 2022. Wild abonnierte daraufhin die Phalange (1840–1842),, abgerufen am 19. Februar 2026. die sozialwissenschaftliche Zeitschrift der École sociétaire.

Hortense Wild schrieb unter dem Pseudonym Henriette oder Henriette *** Abgerufen am 19. Februar 2026. in verschiedenen feministischen Zeitschriften wie La Politique des femmes (später L’Opinion des femmes) neben Jeanne Deroin und La Démocratie pacifique. Abgerufen am 19. Februar 2026. In letzterer veröffentlichte sie 1849 eine Antwort auf den anarchistischen Denker Pierre-Joseph Proudhon nach einer seiner Äußerungen über den Platz der Frau in der Gesellschaft, den er im Haushalt sah, und schloss mit einer Paraphrase eines seiner berühmten Zitate, das sie in „Eigentum ist Raub“ umwandelte., abgerufen am 19. Februar 2026.

Nach der Revolution von 1848 prangerte sie die Weigerung der provisorischen Regierung an, den Forderungen der Frauen nach einer gleichberechtigteren Gesellschaft zwischen den Geschlechtern Gehör zu schenken, obwohl diese sich aktiv an der Revolution beteiligt hatten. Sie beschuldigte die Regierung und die meisten Zeitungen jener Zeit einer „Verschwörung des Schweigens“, da sie sich unter dem Vorwand weigerten, dieses Thema zu behandeln, es handele sich um eine private Angelegenheit. Abgerufen am 19. Februar 2026. Zu Beginn der Zweiten Republik schlug sie außerdem vor, jedem Abgeordneten eine Medaille mit der Aufschrift „Sozialer Fortschritt ist von der Ausweitung der Rechte der Frauen abhängig“ zuzusenden.Die französische Sprachversion moniert hier im Originaltext Wilds einen Schreibfehler: „les progrès sociaux sont subordonnés à l’extension des droits de la femmes“ (richtig: droits des femmes). Sie reiste für einige Zeit in die Vereinigten Staaten und lernte das Leben in der Shaker-Gemeinde New Lebanon im Bundesstaat New York kennen. Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich konvertierte sie zum Katholizismus. In den 1850er Jahren setzte sie sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter in einer vergeistigten, nicht-sexuellen Liebe ein.

Sie gehörte zu den wenigen Aktivistinnen ihrer Zeit, die sich sowohl für den Fourierismus als auch für den Feminismus engagierten. Auf dem Feministinnenkongress von 1889 stellte sie die Biografien von Jeanne Deroin und Julie-Victoire Daubié vor.

Wild besuchte die Kompositionskurse von Auguste Barbereau. Abgerufen am 20. Februar 2026. Sie gab Klavierunterricht, komponierte oder wirkte an der Komposition von 65 sakralen und weltlichen Musikwerken mit.Siehe dazu die Angaben der Bibliothèque nationale de France in den Weblinks. Ihre Kompositionen oder Arrangements von Musikstücken für Kinder wurden in der Revue de l’éducation nouvelle Abgerufen am 19. Februar 2026. veröffentlicht, die von dem Fourieristen Jules Delbruck (1813–1901). Abgerufen am 19. Februar 2026. herausgegeben wurde. Abgerufen am 19. Februar 2026.

Hortense Wild starb 1896 im Alter von 82 Jahren in Châtillon (heute im Département Hauts-de-Seine).

Werke (Auswahl) mini|Ronde du Petit Château, pour piano Eine Vielzahl von Werken ist im Weblink der Bibliothèque nationale de France zu finden. Eine Auswahl: Marche funèbre pour piano, à la mémoire de Jaures Abram Garfield, président des États-Unis d'Amérique (1882). Abgerufen am 19. Februar 2026. Deux Ave Maria avec accompagnement d’orgue ou de piano (1876). Abgerufen am 19. Februar 2026. 3 Sonatines pour piano op. 20 (1872). Abgerufen am 19. Februar 2026. 8 Pièces faciles pour orgue ou piano (1866) op. 16. Abgerufen am 19. Februar 2026. Hommage à la Pologne (1865), marche funèbre pour piano op. 13. Abgerufen am 19. Februar 2026. Les Bords du Doubs (1865), valses pour piano op. 14. Abgerufen am 19. Februar 2026. Fantaisie sur 2 Thèmes originaux du pays de Montbéliard (1864), pour piano. Abgerufen am 19. Februar 2026. La Cavalcade ! (1864), galop pour piano. Abgerufen am 19. Februar 2026. Ronde du Petit Château (1863), pour piano. Abgerufen am 19. Februar 2026. Le Franc port, souvenir de chasse pour le piano (1857) Abgerufen am 19. Februar 2026. Les Mille Fleurs ! (1843), recueil de valses pour le piano. Abgerufen am 19. Februar 2026. Valentine, polka-mazurka pour piano. Abgerufen am 19. Februar 2026.

Schriften De la formation du mode mineur par l’évolution, la transformation et la fixité. Préf. par le marquis d’Ivry. Fischbacher, Paris 1898. Neuausgabe Nabu Press 2010. ISBN 978-1-173-12022-1.

Weblinks

Anmerkungen

Einzelnachweise

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