mini|St. Andreas in Königerode mini|hochkant|Bemalte Holzdecke und Kanzelaltar Die evangelische Kirche St. Andreas ist eine im Kern spätmittelalterliche, barock erneuerte Saalkirche im Ortsteil Königerode von Harzgerode im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Pfarrbereich Wippra im Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Geschichte und Architektur Von einem spätgotischen Vorgängerbauwerk stammt der bruchsteinsichtige Westturm mit einem achteckigem schiefergedecktem Spitzhelm aus dem Jahr 1484. Daran schließt sich ein barocker Saalbau mit dreiseitigem Ostschluss an, der inschriftlich in den Jahren 1748–50 von Zimmermeister Johann Friedrich Stauch und Maurermeister Johann Adam Gehdick erbaut wurde; das gestreckte Schiff ist mit Strebepfeilern und flachbogigen Fenstern versehen. Das Turmuntergeschoss ist mit einem Quertonnengewölbe geschlossen; ein spitzbogiger Durchgang führt zum Schiff; auf der Ostseite mit einem spätgotischen Schulterbogen.
Der Emporensaal ist mit einer verputzten hölzernen Muldendecke geschlossen; sie zeigt eine gemalte Darstellung des Jüngsten Gerichts, flankiert von der Himmelfahrt Christi und der Himmelfahrt des Elias. In den Ecken sind zwischen reichem Bandelwerk Medaillons mit Propheten und Evangelisten angeordnet; zwischen den Dachfenstern Apostel sowie im Polygon eine Bauinschrift und Stifterwappen. An drei Seiten sind Emporen eingebaut; die Einrichtung wurde im 19. Jahrhundert verändert und in den Jahren 1994–2001 restauriert.
Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 45399 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt registriert.
Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein hölzerner Kanzelaltar aus dem Jahr 1730, der nach einem Riss des Baumeisters Müller aus Bernburg ausgeführt wurde. Der Kanzelkorb ist flankiert von ionischen Säulenpaaren, darüber ein verkröpftes Gebälk und ein gesprengter Schweifgiebel mit lagernden Engeln; den Abschluss bilden zwei die Krone des Lebens haltende Engelsputti. Seitlich sind Durchgänge und verglaste zweiachsige Logen angeordnet.
Die Orgel ist ein Werk von Karl Joseph Chwatal aus den Jahren 1875–77, das im Jahr 1963 durch die Firma Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt wiederhergestellt wurde.
Eine hölzerne balusterförmige, reich ornamentierte Taufe stammt aus dem Jahr 1750. Eine Bronzeglocke wurde 1494 geschaffen.
Literatur
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude in Harzgerode Kategorie:Kulturdenkmal in Harzgerode Kategorie:Andreaskirche Kategorie:Kirchengebäude des Evangelischen Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda Kategorie:Saalkirche in Sachsen-Anhalt Kategorie:Gotischer Baurest Kategorie:Gotisches Bauwerk in Sachsen-Anhalt Kategorie:Barockisierte Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Sachsen-Anhalt Kategorie:Kirchengebäude in Europa