mini|Firmenschild in St. Ingbert

Die Franz Heissler GmbH ist ein deutsches Orgelbauunternehmen und ein Produzent für Orgelteile mit Sitz im Ortsteil Markelsheim von Bad Mergentheim.

Geschichte Franz Heissler (I.) (* 1908 in Reichenbach; † 1962 in Markelsheim) war der Begründer des Unternehmens. Er erhielt nach dem Abschluss seines Abiturs eine musikalische Ausbildung. Anschließend lernte er das Orgelbauerhandwerk bei Aug. Laukhuff in Weikersheim. Von 1929 bis 1935 war er dort als Geselle tätig, ehe er sich 1935 im nahegelegenen und zu dieser Zeit noch eigenständigen Markelsheim als Orgelbauer selbstständig machte. Das Unternehmen entwickelte sich insbesondere wegen der günstigen Auftragslage in Tauber- und Mainfranken sehr gut. Die Tätigkeit Franz Heisslers (I.) wurde durch den Zweiten Weltkrieg und infolge seiner Kriegsgefangenschaft in Sibirien ungefähr 10 Jahre lang unterbrochen. Ab 1948 verzeichnete die Orgelwerkstatt wieder zunehmend wirtschaftliche Erfolge und begann mit der Produktion von Orgelteilen. So baute das Unternehmen nicht mehr nur noch Orgeln, sondern lieferte auch Schleifladen, Schleifzugapparate, Labialpfeifen aus Holz und Metall und Tonmagnete. In der Werkstatt absolvierte der später selbstständige Orgelbauer Werner Owart seine Ausbildung.

Nach dem Tod des Gründers übernahm 1962 dessen Sohn Franz Heissler (II.) (* 1940) das Unternehmen. Im Jahr 1980 wurde das Familienunternehmen in eine GmbH umgewandelt. In den 1980er Jahren war es verstärkt in den Vereinigten Staaten tätig.Liste der Werke auf orgbase.nl. Abgerufen am 24. Februar 2026. Inzwischen ist Gerhard Heissler ebenfalls Teil der Geschäftsführung. Heute fertigt Heissler neben individuellen Orgelneubauten auch Serien- und Truhenorgeln, die im Vergleich kostengünstiger sind.

Werkliste (Auswahl) Diese Werkliste umfasst eine Auswahl der Werke des Orgelbauunternehmens Franz Heissler. Das Jahr in der ersten Spalte meint das Jahr der Fertigstellung. In der fünften Spalte bezeichnet die römische Zahl die Anzahl der Manuale, ein großes „P“ ein selbstständiges Pedal. Die arabische Zahl gibt die Anzahl der klingenden Register an. Die letzte Spalte bietet Angaben zum Erhaltungszustand und zu Besonderheiten sowie Links mit weiterführender Information. Leere Felder zeigen an, dass die zugehörige Information nicht bekannt ist. Kursivschreibung gibt an, dass das Instrument nicht mehr vorhanden ist.

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen 1937 Donnersdorf St. Johannes der Täufer II/P 20 1982 von Hoffmann Orgelbau restauriert; 2008 von Thomas Eichfelder ersetzt. 1958 Laudenbach (Bergstraße) St. Bartholomäus II/P 26 1960 St. Leon-Rot St. Mauritius II/P 36 1983 durch Karl Göckel und 1999 durch Orgelbau Tzschöckel geringfügig umgebaut 1969 Deggingen Wallfahrtskirche Ave Maria II/P 16 Hinter historischem Prospekt von 1718 1971 Tauberbischofsheim St. Bonifatius III/P 31 2004 und 2005 von Piero Sandri demontiert und nach Italien verbracht. Die Orgel befindet sich seither in der Chiesa Parrochiale della Maria Vergine Immacolata in Grinzane Cavour. 1984 Weinheim-Oberflockenbach Herz-Jesu-Kirche II/P 15 1987 Winter Haven Hope Presbyterian Church II/P 20 1989 Würzburg Gnadenkirche II/P 17 2002 Erlenbach bei Marktheidenfeld St. Burkhard II/P 22 2006 Theilheim St. Johannes der Täufer zentriert|160x160px II/P 18 Hinter historischem Prospekt von 1742 2012 Würzburg Neumünster zentriert|160x160px I/P 7 Orgel der Kreuzkrypta 2013 Dettelbach St. Augustinus zentriert|160x160px II/P 17 2013 St. Ingbert St. Josef zentriert|160x160px I/P 7 Chororgel; Serienpositiv Typ Creglingen

Literatur

Weblinks

Fa. Franz Heissler auf Organ Index Liste der Werke auf orgbase.nl

Einzelnachweise

Kategorie:Orgelbauunternehmen (Deutschland) Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Main-Tauber-Kreis) Kategorie:Musikunternehmen (Baden-Württemberg) Kategorie:Kultur (Bad Mergentheim) Kategorie:Organisation (Bad Mergentheim) Kategorie:Orgellandschaft Unterfranken Kategorie:Unternehmensgründung 1935