Eine Regenlampe ist eine Dekorationsleuchte mit integriertem Flüssigkeitskreislauf, die besonders in den 1960er- und 1970er-Jahren in den Vereinigten Staaten verbreitet war. Erfunden wurde sie von Darrell Johnson. Charakteristisch ist ein geschlossener Kreislauf aus Mineralöl oder vergleichbaren klaren Flüssigkeiten, das vom Sockel nach oben gepumpt wird und in feinen Tropfen an Kunststofffäden herabfließt. Die interne Beleuchtung erzeugt in Verbindung mit der herabfließenden Flüssigkeit den Eindruck eines kontinuierlichen Regens im Inneren der Leuchte.

Geschichte

Regenlampen wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts populär und gelten als typisches Produkt des amerikanischen Mid-Century-Designs. Ihre Verbreitung fällt in eine Phase, in der dekorative Leuchten mit Bewegungs- und Flüssigkeitseffekten verstärkt nachgefragt wurden. Vergleichbare Effekte fanden sich auch bei sogenannten Lavalampen, die von der Firma Mathmos vertrieben wurden.

Die Produktion erfolgte sowohl industriell in Serienfertigung als auch in kleineren Stückzahlen oder als Bausatz. Viele Modelle wurden ohne dauerhaft sichtbare Herstellerkennzeichnung verkauft, was eine eindeutige Zuordnung einzelner Exemplare erschwert.

Konstruktion und Funktionsweise

Eine typische Regenlampe besteht aus mehreren Komponenten:

Sockel mit Elektromotor und Pumpe: Der Sockel enthält eine elektrische Pumpe, die das Öl aus einem Reservoir nach oben befördert.

Verteilermechanismus: Im Kopfteil des Lampe wird die Flüssigkeit gleichmäßig auf die einzelnen Fäden verteilt.

Fallstrecke: Entlang dieser Fäden fließt die Flüssigkeit nach unten und erzeugt den visuellen Regeneffekt. Lichtquelle: Meist befindet sich im oberen Bereich eine Glühbirne, die das Öl und die innenliegende Dekoration beleuchtet.

Im Unterschied zu wasserbasierten Zierbrunnen wird klares Mineralöl verwendet, da es langsamer verdunstet und gleichmäßiger an den Fäden haftet.

Gestaltung Dekorative Elemente die typisch für Regenlampen sind:

klassizistisch inspirierte Figuren künstliche Pflanzenarrangements Gehäuse mit Messinganmutung aus Metall oder Kunstharz zylindrische Bauform

Die Gestaltung wird dem amerikanischen Retro- und Lounge-Stil zugerechnet und ist dem Formenspektrum des Mid-Century-Modern-Designs zuzuordnen.

Rezeption und Sammlermarkt

Nach einem Rückgang der Popularität in den 1980er- und 1990er-Jahren erlebten Regenlampen im Zuge einer allgemeinen Retro-Renaissance eine erneute Nachfrage. Auf Online-Marktplätzen und in spezialisierten Sammlerkreisen gelten gut erhaltene Originalmodelle als gesuchte Designobjekte. Ersatzteile sowie Anleitungen zur Restaurierung sind über entsprechende Fachforen erhältlich. Einzelnachweise

Kategorie:Leuchte