Die Honigsteine und die Feldsteine sind ein Felsmassiv nördlich vom Kurort Rathen in der Sächsischen Schweiz.
Lage
alternativtext=Kartenskizze Honigsteine und Feldsteine|mini|Kartenskizze Honigsteine und Feldsteine Die Honigsteine (, bereits 1551 bei einer kurfürstlichen Vermessung als „Honick Stein“ bezeichnet) und die Feldsteine (227–242 m ü. NHN) liegen zwischen Amselgrund und Füllhölzelweg/Knotenweg. Nördlich der Honigsteine führt der Höllgrund und der Pionierweg (1895 durch ein Pionierbataillon in 7 Tagen erbaut) in Richtung PolenztalWanderkarte der Sächsischen Schweiz, Die Bastei 1:10000, Rolf Böhm Bad Schandau, 6. Auflage 2011. In diesem Gebiet gibt es keine ausgewiesenen Wanderwege, nur Pfade als Zugang zu den Kletterfelsen. alternativtext=Honigsteine und Feldsteine|mini|Honigsteine und Feldsteine alternativtext=Honigsteine und Feldsteine vom Gamrig aus|mini|Honigsteine und Feldsteine vom Gamrig aus Am Fuße des Lamms und der Lokomotive gibt es eine Störung, die mit der Lausitzer Überschiebung im Zusammenhang steht und besonders der Verwitterung unterliegt. Deshalb wurde die Lokomotive 1932 durch Untermauerung gesichert.
Kletterfelsen Siehe auch Liste der Klettergipfel im Rathener Gebiet. In einem alten Wanderführer wird das Gebiet auch als „Rathener Klettergarten“ bezeichnetHeimat- und Wanderbuch Nr. 3, Elbsandsteingebirge, VEB Bibliographisches Institut Leipzig 1956.
Den Honigsteinen und Feldsteinen kann man folgende Kletterfelsen zurechnen.Kletterführer Elbsandsteingebirge Sächsische Schweiz Westteil, Sportverlag Berlin 1981, S. 204 ff
Storchnest Bienenkorb Lokomotive-Dom Lokomotive-Esse Lamm Lammscheibe Honigsteinnadel Honigsteinturm Honigstein Imker Maiturm Honigsteinscheibe Honigsteinkopf Lithostein Westlicher Feldkopf Östlicher Feldkopf Türkenkopf Feldwand
Etwas südlich der Honigsteine und westlich der Feldsteine liegend
Talwächter
Als Motiv in der Kunst Eine Ansicht des Honigsteinmassivs fand in mehreren Arbeiten Caspar David Friedrichs Verwendung, wobei der Maler Perspektive und Elemente frei kombinierte. Friedrich griff das Motiv unter anderem in dem Blatt Herbst, Abend, Reife (1803) seines frühen Jahreszeitenzyklus’, auf den Sepiablättern Gebirge im Nebel und Gebirgslandschaft mit Kreuz (beide 1804/05) sowie im Ölbild Morgennebel im Gebirge (um 1808) und im Tetschener Altar (Das Kreuz im Gebirge, 1807/08) auf. mini|Caspar David Friedrich: Morgennebel im Gebirge (um 1808)
Sage vom Honigstein „In der Nähe von Rathen zwischen dem Feldstein und der kleinen Ganz liegt der Honigstein. Dieser ist noch heute auf der mittäglichen ganz unzugänglichen Seite mit ausgeflossenem Honig dick überzogen, weil sich vor alter Zeit in den Höhlungen und Ritzen zahlreiche Bienenschwärme aufgehalten haben. Oft gingen damals die Umwohner nach dem Felsen und holten sich süße Nahrung. Doch der Ritter der nahen Burg Rathen, ein grausamer Wüterich, verbot ihnen den Besuch des Honigsteins, und als trotzdem eines Tages zwei ehrsame alte Leute dort beim Sammeln betroffen wurden, ließ er sie mit seinen Hunden weghetzen. Da flogen die Bienen in dichten Schwärmen aus dem Geklüfte des Steins hervor und stürzten sich in voller Wut auf den hartherzigen Mann. In seiner Angst und Verzweiflung sprang dieser zum Fenster hinaus und verlor infolge des Sturzes sein Leben. Seit jener Zeit aber bleibt auf der Stelle, wo der Ritter seinen Tod gefunden, kein Schnee mehr liegen.“Alfred Meiche (1870–1947), Sagenbuch der Sächsischen Schweiz und ihrer Randgebiete, 2. Auflage, Dresden 1929
Die Sage um den Honigstein reflektiert wahrscheinlich das ehemalige Vorhandensein von Zeidlerei in diesem Bereich der Sächsischen Schweiz. Hierfür sprechen sowohl das Motiv des Bienenreichtums als auch das des Ernteverbots, da Zeidelbäume unter besonderem Schutz standen.
Einzelnachweise
Kategorie:Klettergebiet Sächsische Schweiz Kategorie:Felsen in Sachsen Kategorie:Geographie (Rathen) Kategorie:Geographie (Hohnstein, Sächsische Schweiz)