Hanns Leopold Graff, auch Hans Graff (* 29. Dezember 1893 in Wien; † 24. August 1969) war ein österreichischer Schauspieler und Theaterregisseur.
Leben Nach der Realschule besuchte er 1911 bis 1913 das Konservatorium für Musik und dramatische Kunst Wien. Von 1912 bis 1914 spielte er an der Neuen Wiener Bühne und war dann von 1914 bis 1916 Kriegsteilnehmer. 1916 gab er am Stadttheater St. Pölten sein Debüt als Wirt in Minna von Barnhelm. Von 1917 bis 1918 war er am Stadttheater Kattowitz engagiert, von 1918 bis 1919 am Landestheater Linz, von 1919 bis 1923 an den Städtischen Bühnen Graz, von 1923 bis 1924 am Stadttheater Aussig und von 1924 bis 1944 an den Städtischen Bühnen Nürnberg.
Von 1944 bis 1945 war Graff abermals Kriegsteilnehmer. Von 1945 bis 1947 übte er am Stadttheater Braunau das Amt des Oberspielleiters aus. 1947 wechselte er als Schauspieler und Spielleiter an die Vereinigten Bühnen Graz. Er wirkte auch bei zahlreichen Hörspielen mit.
Filmografie 1949: Hexen 1950: Prämien auf den Tod 1950: Erzherzog Johanns große Liebe 1951: Der schweigende Mund 1954: Weg in die Vergangenheit
Hörspiele (Auswahl) 1947: Noël Coward: Unter uns vieren – Regie: Ernst Therwal (Hörspielbearbeitung – ORF Steiermark) 1947: Alois Johannes Lippl: Totentanz. Ein Mysterienspiel nach mittelalterlichen Texten – Regie: Amandus (Hörspielbearbeitung – ORF Steiermark) 1953: Wilhelm Wehmeyer: Ich kannte die Stimme (Ein Studienrat, Heusers ehem Lehrer) – Regie: Herbert Spalke (Original-Hörspiel – ORF Steiermark)
Quelle: Ö1-Hörspieldatenbank
Literatur Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 222 f.
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