Nightmare, auch mit dem Untertitel Manche Albträume enden nie bekannt, ist ein norwegischer Horrorfilm aus dem Jahr 2022.

Handlung Das junge Paar Mona und Robby zieht in ein Appartement in einem Altbau. Die beiden haben die Wohnung günstig bekommen, weil dort zuvor eine schwangere Frau gestorben ist. Schnell merken sie, dass die Nachbarn Liv und Martin, die ein Baby haben, sich oft streiten. Mona wird von Albträumen geplagt, in denen sie einer dämonischen Version ihres Freunds begegnet. Robby zeigt ihr mit Videoaufnahmen auch, dass sie schlafwandelt. Während ihr Freund hauptsächlich mit seinem neuen Job beschäftigt ist, kümmert sich Mona um die Renovierungsarbeiten. Als sie alte Tapete abkratzt, sieht sie dahinter auf einer Holzwand den Satz „Ich bin wach“ eingeritzt. Sie bekommt dabei eine weitere Vision, in der sie durch einen Geheimgang hinter der Wand in ein Kinderzimmer mit Babybett gelangt.

Später wird sie schwanger, verschweigt es Robby aber. Eines Tages bekommt sie Besuch von Liv und begleitet sie zu einem Vortrag des Schlafforschers Aksel. Dieser spricht über Schlafparalyse und die mythologische Gestalt des Nachtmahrs, der Menschen im Schlaf heimsucht. Mona informiert sich außerdem über luzides Träumen. Da sie nachts immer mehr Probleme hat und auch Robby mit ihrer Unruhe nervt, geht sie zu Aksel. Der Forscher untersucht sie im Schlaflabor und beschreibt ihre Albträume als besonders ungewöhnlich. Er möchte sie für eine Studie nutzen, bei der er Träume über Gehirnströme sichtbar macht.

Parallel zu den Problemen mit ihrem Schlaf entscheidet sich Mona, die Schwangerschaft abzubrechen. Robby ist entsetzt, als er sie mit blutigem Unterleib im Bett sieht. Er begleitet sie zu einem zweiten Termin bei Aksel. Dabei nutzt er die Zeit, in der der Forscher Monas Schlaf überwacht, um Akten aus dem Büro zu stehlen. Daraus erfährt er, dass mehrere Frauen, die im selben Altbau wie Mona und Robby lebten, bei Aksel in Behandlung waren.

Mona und Robby erfahren außerdem, dass das gegenüber wohnende Paar Siren und David das eigene Baby getötet hat. Mona beobachtete, wie sich Siren vom Balkon in den Tod stürzte. All die Probleme führen zum Streit zwischen Mona und Robby. Trotz Robbys Warnungen geht Mona nochmal zu Aksel. Der Forscher begibt sich dabei selbst in Monas Klartraum, wo er vom dämonischen Robby stranguliert wird. Mona schafft es, im Traum das Licht einzuschalten, wodurch der Dämon stirbt. Sie kommt ins Krankenhaus, wo sie paralysiert im Bett liegt. Dort wird ein noch lebender Fötus in ihr gefunden.

Einige Zeit später sind Mona und Robby mit ihrem Baby zuhause. Mona geht mit dem Baby auf den Balkon und lässt es trotz Robbys entsetzten Rufen fallen.

Rezeption Laut Filmdienst ist es ein „mit einfachen Mitteln, aber zwei exzellenten Hauptdarstellern umgesetztes norwegisches Horror-Drama [...]. Auch wenn die Story nicht sonderlich originell ist, sorgen die durchdachte Bildsprache und das Sounddesign für eine verstörende Atmosphäre.“

Adrian Gmelch schreibt bei film-rezensionen.de: „Rasmussen verbindet Übernatürliches und Realität zu einem gekonnten Stück Horror, das nie zu sehr ins Phantastische abdriftet.“ Im Vergleich zu Werken von David Lynch seien allerdings „die von Rasmussen inszenierten Sequenzen zu steril, vielleicht auch zu uninspiriert.“

Der Rezensent von Thrill&Kill kritisiert zu dunkle Bilder und den erzählerischen Stil, der irgendwann keine Steigerungen mehr zulässt. Der Film „geht auf seine Figuren ein, was wie Elli Harboes erneut starkes Auftreten als Pluspunkt zu verstehen ist. Aber auch bei diesem wohlwollenden Blick, fehlt es dem Werk an Zug, Spannung und Konsequenz.“

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2022 Kategorie:Norwegischer Film Kategorie:Horrorfilm