mini|Herderplatz 3 Das Haus Herderplatz 3 ist ein Wohn- und Geschäftshaus in der Altstadt von Weimar.

Geschichte Das Gebäude ist eines aus der Renaissancezeit. Genauere Angaben zu seiner Entstehung liegen jedoch nicht vor. Außer am Tor ist es an dem dreigeschossigen, siebenachsigen Gebäude in der Beletage an den Fenstern mit den Ziergiebeln zu sehen. Die Fenster, das Erdgeschoss, die Lisenen und die Putzbänder, die die Etagengliederung vorgeben, sind farblich von den Wandflächen der oberen Geschosse abgesetzt. Das Doppelfenster über dem Tor besitzt einen gebrochenen Giebel. Das Mansarddachgeschoss ist an den Mansardenseiten mit Schiefer, sonst wie auf dem übrigen Dach mit Biberschwänzen gedeckt. Eigentümer des Hauses war ab 1901 der Kaufmann Adolph Winkler, der selbst mit seiner Familie darin wohnte, und zudem Wohnungen vermietete.

Am Haus Herderplatz 3 befindet sich eine Büste vom Burenpräsidenten Paul Krüger, dem „Ohm Krüger“ (Onkel Krüger).Herderplatz 3 auf decolonize-weimar.org Diese ist dort einen Kopf höher angebracht als das gegenüberliegende Johann Herderdenkmal hoch ist.Bruchlinien: Tendenzen der Holocaustforschung, 1999, S. 206. Im Jahr 1902 hatte der Kaufmann Adolph Winkler, der dort ein Hut- und Modegeschäft betrieb, die Büste dort anbringen lassen. So drückte er seine Bewunderung aus. Sie ist ein Zeugnis von Weimars kolonialer Vergangenheit, nicht das einzige. Als Winkler 1901 hier einzog, war der alte Ritterhof als solcher noch erkennbar. Der Torbogen erinnert daran.Ohm Krueger auf Weimar-Lese Der erfolgreiche Hut- und Krawattenhersteller und -händler hatte 1902 auch das aufwändige zweiflügelige Holztor mit geschnitzten Füllungen und Innungszeichen der Architekten im Stile der Renaissance herstellen lassen. Er hatte insgesamt um 1900 den Bau grundlegend erneuern lassen.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar. Band 4.1.: Altstadt. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 392. Heute befindet sich ein Bio-Laden, das „Rosmarin“, darin.https://bioweimar.de/herderplatz/

Die exponierte Stelle des Porträts des Burengenerals und Präsidenten Südafrikas „Ohm Krüger“ brachte es mit sich, dass das Haus inoffiziell auch „Ohm-Krüger-Haus“ genannt wurde, selbst im Rahmen offizieller Veranstaltungen wie dem „Genius loci“-Festival 2014.Danuta Schmidt: „Genius loci“-Festival: Weimars Wände – nachtaktiv, in: TLZ 18. August 2014

Der gesamte Herderplatz als solcher steht unter Denkmalschutz. Dieses Gebäude ist nicht explizit auf der Denkmalliste aufgeführt.

Weblinks

Ohm Krüger auf fotoarchiv.weimar.de

Einzelnachweise

Kategorie:Wohngebäude in Weimar Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar