Allegro Pastell ist ein Film von Anna Roller. Es handelt sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Leif Randt. In den Hauptrollen spielen Jannis Niewöhner und Sylvaine Faligant. Allegro Pastell feierte Mitte Februar 2026 bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin seine Weltpremiere und kam am 16. April 2026 in die deutschen Kinos.
Handlung Im Sommer 2018. Tanja Arnheim und Jerome Daimler sind beide Freiberufler. Sie ist 33 und in Marseille geboren und ist als Schriftstellerin in Berlin, nahe der Hasenheide tätig. Jerome ist 35 und ein gefragter Webdesigner. Er ist in sein hessisches Heimatdorf Maintal bei Frankfurt am Main zurückgekehrt, in den Bungalow, den ihm seine Eltern hinterlassen haben. Sie führen eine Fernbeziehung, besuchen sich gegenseitig und bleiben stets über ihre Smartphones miteinander in Kontakt.
Jerome überrascht Tanja eines Morgens mit einer selbst gestalteten Homepage für Tanjas Online-Auftritt als Autorin. Tanja schafft es aber nicht, sich darüber zu freuen, ohne einen konkreten Grund dafür zu finden. An ihrem 34. Geburtstag überkommt Tanja eine Ahnung der gemeinsamen Zukunft mit Jerome. Sie fragt sich jedoch, ob das wirklich das ist, wonach sie sucht.Allegro Pastell. In: berlinale.de. Abgerufen am 17. Februar 2026.https://www.berlinale.de/de/presse/pressematerial/presseheft-download-action.html?file=Panorama/Alle_Filme/202615975_de_1_Presseheft%20AP_DE.pdf Von Amelie erfährt Tanja, dass Jannis, der Freund von Amelie, auf sie steht. Tanja sucht den Kontakt zu Jannis und sie haben Sex. Als Jerome davon erfährt, ist er nicht begeistert und überdenkt die Beziehung zu Tanja. Er plant trotzdem zusammen mit Tanja nach Lissabon zu fliegen, um seine Mutter zu besuchen. Tanja kann aber nicht mit, weil ihre Schwester krank wurde. In Lissabon trifft Jerome seine Grundschulliebe Marlene. Sie verstehen sich sofort sehr gut und Marlene lädt Jerome am nächsten Tag auf ihr Hotelzimmer ein. Jerome kommt vorbei und sie schlafen miteinander.
Zurück in Deutschland scheint die Beziehung zwischen Jerome und Tanja beendet, allerdings treffen sie sich auf einer Hochzeitsfeier wieder und sie küssen sich. Sie planen gemeinsam Silvester zu verbringen, um gemeinsam in das neue Jahr starten zu können. Tanja hat keinen Kontakt mehr zu Jannis. Jerome trifft sich aber noch mit Marlene. Bei der Silvesterparty besprechen Tanja und Jerome ihre Beziehung und bemerken, dass es doch noch Probleme zwischen ihnen gibt, obwohl sie sich beide lieben. Jerome erfährt, dass er Vater wird und hält für Marlene eine Präsentation mit Vor- und Nachteilen das Kind zu bekommen. Nach der Präsentation umarmen sie sich.
Produktion Vorlage und Filmstab Es handelt sich bei Allegro Pastell um eine Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Leif Randt. Er adaptierte diesen auch für den Film und machte die Protagonisten hierfür ein wenig älter.Corinna Götz: „Allegro Pastell“. In: the-spot-mediafilm.com, 17. Februar 2026.
Regie führte Anna Roller. Es handelt sich um ihren zweiten Spielfilm nach Dead Girls Dancing, der 2024 mit dem New Faces Award ausgezeichnet wurde. Roller studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film München und realisierte in dieser Zeit fünf Kurzfilme.
Besetzung und Dreharbeiten mini|hochkant=0.6|Luna Wedler spielt Sarah Arnheim Sylvaine Faligant und Jannis Niewöhner spielen Tanja Arnheim und Jerome Daimler, das Paar, das eine Fernbeziehung unterhält. Luna Wedler ist in der Rolle von Sarah Arnheim zu sehen, Martina Gedeck und Wolfram Koch spielen ihre Eltern. Das Casting übernahmen Suse Marquardt und Maren Friedrich.
Die Dreharbeiten fanden von Ende Mai bis Ende November 2024 in Berlin, Brandenburg, Frankfurt und Lissabon statt.Heike Angermaier: Anna Roller dreht „Allegro Pastell“ mit hochkarätigem Cast. In: Blickpunkt:Film, 10. Juni 2024. Mit Kameramann Felix Pflieger arbeitete Roller bereits für Dead Girls Dancing zusammen. Bis auf Momente in der Silvesterszene kam keine Handkamera zum Einsatz. Öfters hält die Kamera statischen Abstand, in vereinzelten Einstellungen blickt sie auf das Geschehen wie durch ein Schaufenster.https://www.berlinale.de/de/presse/pressematerial/presseheft-download-action.html?file=Panorama/Alle_Filme/202615975_de_1_Presseheft%20AP_DE.pdf
Veröffentlichung Die Premiere des Films war am 14. Februar 2026 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin. Hier wurde er in der Sektion Panorama gezeigt. Am 16. April 2026 kam der Film in die deutschen Kinos.https://www.programmkino.de/filmkritiken/allegro-pastell-2/
Rezeption Corinna Götz schreibt in ihrer Kritik Allegro Pastell halte sich weitgehend an den Tonfall der Vorlage, deren literarischen Rhythmus und wechselnde Perspektiven, könne sich nicht ganz befreien, entwickele aber dennoch einen eigenen entspannt-lakonischen Flow. Der Film, der Zuschauer, die das Buch nicht kennen sollten, möglicherweise trotzdem etwas ratlos hinterlässt, sei wie das Gen-Z-Pendant zu Matthias Glasners Generation-X-Porträt Die Mediocren, vermische mit einem Hauch von Normal People, der die schmerzhafte emotionale Leere seiner Figuren durch die dichte melancholische Bildsprache und den „Melodic Hardcore“-Soundtrack nur noch größer erscheinen lasse. Dies sei aber in Ordnung, und für eine Weile habe man eine wirklich gute Zeit. Katharina Walser schrieb in Der Freitag, dass der Film nicht nur die Geschichte einer Generation erzähle, sondern zeitlos sei, wenn es um die Abgehobenheit sehr privilegierter Menschen gehe. Die Verfilmung bliebe der Romanvorlage sehr treu, allerdings würden die Dialoge aufgrund der filmischen Verdichtung zu karikaturartigen Zitaten verkommen. Die gezeigte Welt sei „schmerzhaft überstilisiert“, weshalb das Kinoerlebnis lediglich „okay“ sei.
Weblinks
Allegro Pastell im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Liebesfilm