Wiktor Georgijewitsch Bakajew (; *  in Beschiza, Gouvernement Orjol, Russisches Kaiserreich; † 24. Juli 1987 in Moskau) war ein sowjetischer Politiker der KPdSU, der unter anderem zwischen 1954 und 1970 im Ministerrat der UdSSR das Amt des Marineministers bekleidete.

Leben Wiktor Georgijewitsch Bakajew, der aus einer Arbeiterfamilie stammte, begann 1913 eine Berufsausbildung zum Schlosser und arbeitete anschließend in diesem Beruf. 1919 wurde er Mitglied der Allunionskommunistischen Partei (Bolschewiki) und schloss 1929 sein Studium am Moskauer Institut für Verkehrsingenieure ab. Er arbeitete daraufhin von 1929 bis 1936 im System der Zentralen Seefahrtsverwaltung des Volkskommissariats für Kommunikation sowie später als Ingenieur, Leiter der Bauleitung und als Leiter der Zentralen Hafenverwaltung im Volkskommissariat für Wasserverkehr. Zugleich lehrte er zwischen 1938 und 1942 als Dozent an verschiedenen Universitäten. Während des Deutsch-Sowjetischen Krieges war er im Range eines Oberstleutnant der Ingenieurtruppen von 1943 bis 1945 vom Generalstab und dem Volkskommissar der Marine beauftragt, die Entladung von Militärgütern und Lebensmitteln im Hafen Murmansk sicherzustellen.

Nach Kriegsende war Bakajew von 1945 bis 1952 zunächst Stellvertretender Minister sowie von 1952 bis 1953 Erster Stellvertretender Minister der Marine der UdSSR. 1953 wurde er Erster Stellvertretender Minister der Marine und Flussflotte und fungierte zudem zwischen 1953 und 1954 als Stellvertretender Vorsitzender des Amtes für Transport und Kommunikation beim Ministerrat der UdSSR. 1952 erwarb er einen Doktor der Technischen Wissenschaften. Am 28. August 1954 übernahm er als Nachfolger von Nikolai Wassiljewitsch Nowikow den Posten des Marineministers und war damit bis zu seiner Ablösung durch Timofei Borissowitsch Guschenko am 14. Januar 1970 zuständig für die Handelsflotte der UdSSR. Auf dem XXII. Parteitag der KPdSU (17. bis 31. Oktober 1961) wurde er zudem erstmals Kandidat des Zentralkomitees (ZK) der KPdSU und behielt diese Funktion nach seiner Bestätigung auf dem XXIII. Parteitag (29. März bis 8. April 1966) bis zum XXIV. Parteitag (30. März bis 9. April 1971). Des Weiteren wurde er 1962 Abgeordneter des Obersten Sowjets der UdSSR und gehörte diesem von der sechsten bis zum Ende der siebten Legislaturperiode 1970 an. Im Januar 1970 trat er in den Ruhestand.

Für seine langjährigen Verdienste in der Sowjetunion wurde Wiktor Bakajew mehrmals ausgezeichnet und erhielt drei Mal den Leninorden, den Orden der Oktoberrevolution und zwei Mal den Orden des Roten Banners der Arbeit sowie ferner die Medaille „Für Tapferkeit im Arbeitsleben“, Jubiläumsmedaille zum Gedenken an den 100. Geburtstag von Wladimir Iljitsch Lenin, die Medaille „Für die Verteidigung Leningrads“, die Medaille „Für die Verteidigung der sowjetischen Arktis“, die Medaille „Für die Verteidigung des Kaukasus“, die Medaille „Für den Sieg über Deutschland im Großen Vaterländischen Krieg von 1941–1945“, die Medaille „Für den Sieg über Japan“, die Medaille „Für tapfere Arbeit im Großen Vaterländischen Krieg von 1941–1945“ und die Medaille „Veteran der Arbeit“.

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