Die Schwarz-Kiefer Laubegaster Ufer 39 ist ein als Einzelbaum ausgewiesenes Naturdenkmal (ND 133) im Dresdner Stadtteil Laubegast. Der Baum, eine Schwarz-Kiefer (Pinus nigra), ist mit einem Stammumfang von 3,35 Metern eine Rarität seiner Art im Großraum Dresden.
mini|hochkant|Schwarz-Kiefer Laubegaster Ufer 39, Mai 2015
Geographie
Der Baum steht relativ elbnah auf dem großzügig bemessenen Flurstück 4/3 der Gemarkung Laubegast an der nordöstlichen Grundstücksecke an der einseitig bebauten Straße Laubegaster Ufer in Nachbarschaft zum denkmalgeschützten Haus Laubegaster Ufer 37. Zwischen diesem und dem Baum befindet sich das auf einem schmalen Grundstück nach hinten versetzte Wohnhaus Laubegaster Ufer 38. Das Wohnhaus Laubegaster Ufer 39, auf dessen Flurstück die Kiefer steht, ist deutlich weiter entfernt und steht an der Coselgasse, die das Flurstück im Süden begrenzt.
Weitere Naturdenkmale sind rund 550 Meter flussabwärts die Winter-Linde Laubegaster Ufer bei Nummer 17 sowie weitere 450 Meter nördlich die beiden Schwarz-Pappeln Laubegaster Ufer 1. In rund 1,1 bis 1,5 Kilometern in südöstlicher Richtung entfernt sind die ufernahen Naturdenkmale Kaukasus-Fichte Keppgrundstraße 14, Küstentanne Freischützstraße und Schwarz-Kiefer Kleinzschachwitzer Ufer 82 sowie auf der anderen Elbseite die Lärchen an der Nußallee.
Geschichte mini|hochkant|„Naturschutz-Eule“ am Stamm
Am Laubegaster Ufer in der damals noch von Dresden selbständigen Gemeinde Laubegast entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts einige repräsentative Villen im Stil des Historismus. Schwarz-Kiefern waren Anfang des 20. Jahrhunderts beliebte Bäume in den entstehenden Dresdner Villengebieten. Bei diesem Exemplar handelt es sich um einen Zeitzeugen dieser Gestaltungsphase. Auch bei anderen Naturdenkmalen in den Villenvororten ist eine Pflanzung in der ausgehenden Wilhelminischen Zeit oder während der Weimarer Republik nicht unüblich, so zum Beispiel bei der Berg-Hemlocktanne Käthe-Kollwitz-Ufer 91 und dem Walnussbaum Kipsdorfer Straße 171.
Anfang der 2010er Jahre war die Landeshauptstadt Dresden als Untere Naturschutzbehörde bestrebt, „39 besonders wertvolle Bäume an 29 Standorten als Naturdenkmale“ unter Schutz zu stellen. Weitere Vertreter dieser Art im Dresdner Stadtgebiet sind die Schwarz-Kiefer Kleinzschachwitzer Ufer 82 rund 1,5 Kilometer flussaufwärts und die Schwarz-Kiefer Bergerstraße 10 in Langebrück. Die Festsetzung dieser Schwarz-Kiefer als Naturdenkmal erfolgte im Januar 2015 mittels einer Verordnung.
Der Schutzbereich rings um den Baum erstreckt sich unter der gesamten Krone zuzüglich fünf Metern, mindestens jedoch elf Meter vom Stamm.
Fußnoten
Weblinks
Schwarz-Kiefer Laubegaster Ufer 39 im Themenstadtplan Dresden
Kategorie:Einzelbaum in Dresden Kategorie:Naturdenkmal in Dresden Kategorie:Laubegaster Ufer Kategorie:Individuelle Kiefer oder Baumgruppe mit Kiefern Kategorie:Einzelbaum in Europa