Dangersen ist ein Dorf in der Gemeinde Buchholz im Landkreis Harburg, Niedersachsen. Der Ort gehört politisch zum Buchholzer Stadtteil Dibbersen.
Geografie Dangersen liegt am Ostrand vom Stuvenwald, was ein Teil der Harburger Berge ist. Zwischen Dangersen und Dibbersen liegen die Erhöhungen Habenberg (120 m), Dangerser Berg (120 m) und Nuppenberg (124 m).
Die Nachbarorte sind Emsen im Norden, Nenndorf im Nordosten, Dibbersen im Osten, Vaensen im Südosten, Buchholz im Süden, Steinbeck und Meilsen im Südwesten und Mienenbüttel und Rade im Nordwesten.
Geschichte Der Name Dangersen leitet sich vermutlich vom Personennamen Dank-mar ab. Bezeugt ist der Ortsname in verschiedenen Variationen (Dankmertshusen, Dangmersen, Danckersen, Dangerszen) spätestens seit dem 15. Jahrhundert.
Im Zweiten Weltkrieg sind vier Soldaten aus Dangersen gefallen oder vermisst.
Verwaltungsgeschichte In der Franzosenzeit von 1810 bis 1814 gehörte der Ort zur Mairie Hittfeld im Kanton Hittfeld. Das Gebiet gehörte im Jahr 1810 zum Königreich Westphalen und von 1811 bis 1814 zum Französischen Kaiserreich unter Napoleon.
In der Zeit vor 1852 gehörte Dangersen zur Vogtei Hittfeld im Amt Harburg, ab 1852 bis 1859 gehört er dann zum Amt Hittfeld. Im Jahr 1859 wurde der Ort dann wieder Teil des Amts Harburg. Nach Auflösung der Ämter gehörte er ab 1885 zum Kreis Harburg. Seit 1932 ist Dangersen Teil des größeren Landkreises Harburg.
Mit der Niedersächsischen Gemeindereform wurde das Dorf Dangersen, zusammen mit der vorher eigenständigen Gemeinde Dibbersen, in den neuen Stadtteil Dibbersen der Stadt Buchholz eingemeindet. Seit dieser Gebietsreform stellen die Dörfer einen gemeinsamen Ortsbeirat und einen Ortsbürgermeister.
Einwohnerzahl +JahrEinwohner17933 Hofstellen18122918246 Hofstellen184848 Einwohner, 7 Häuser1. Dezember 187144 Einwohner, 7 Häuser
Religion Dangersen ist evangelisch-lutherisch geprägt und gehört seit 1926 zum Kirchspiel der Kreuzkirche Nenndorf. Vor 1926 gehörte der Ort zum Kirchspiel der Mauritiuskirche in Hittfeld an. Davor wiederum gehörte der Ort zum Kirchspiel der Andreaskirche in Hollenstedt.
Für katholisch Gläubige ist die St.-Petrus-Kirche in Buchholz zuständig.
Kultur und Vereine Für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs steht ein Denkmal in Dibbersen. Der Schützenverein Dibbersen-Dangersen und Umgebung wurde 1925 gegründet. Die Freiwillige Feuerwehr Dibbersen ist für Dangersen zuständig.
Verkehr Dangersen ist über eine kleinere Straße mit Dibbersen verbunden. Über Dibbersen ist das Dorf Dangersen auch an die Kreisstraße 13 (K 13) angebunden, diese führt im Norden nach Emsen und im Süden nach Buchholz. Am Südrand von Dibbersen kreuzt sich die Bundesstraße 75 (B 75) mit der K 13. Die B 75 verläuft in Richtung Südosten an Buchholz vorbei durch den Ort Steinbeck nach Kakenstorf und Tostedt. Am Nordostrand von Dibbersen ist die B 75 angebunden an die Autobahn 1. Die Anschlussstelle 42 Dibbersen liegt gut 3 Kilometer nordöstlich von Dangersen. Der frühere Verlauf von der B 75 im Nordosten ist heute die Kreisstraße 85. Diese führt über die Dörfer Nenndorf, Leversen und Tötensen nach Harburg.
Der nächste Bahnhof liegt etwa 6 Kilometer südlich in Buchholz. Über diesen Bahnhof erfolgt ein Anschluss an die Bahnlinie Hamburg-Bremen und an die Heidebahn.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Harburg Kategorie:Geographie (Buchholz in der Nordheide)