Les âmes du Fouta (englischer Festivaltitel: Souls of Fouta) ist ein französisch-senegalesischer Kurzfilm unter der Regie von Alpha Diallo aus dem Jahr 2026. Der Film hatte am 14. Februar 2026 auf der Berlinale seine Weltpremiere in der Sektion Berlinale Shorts.

Handlung Die Handlung spielt in einem Dorf der Fulbe in Westafrika. Demba, der Sohn von Penda und Moustapha, ist mit 17 Jahren in der Hauptstadt Dakar an einer Überdosis Drogen gestorben. Er war ihr einziges Kind. Die Leiche wird aus der Stadt gebracht und im Wohnzimmer der Familie aufgebahrt. Dort kondolieren die Dorfbewohner dem Vater. Für den nächsten Tag steht die Beisetzung an. Moustapha will seinen Sohn nicht im Dorf begraben lassen, um die Ahnen nicht wegen der Drogensucht seines Sohnes zu verärgern. Penda ist anderer Meinung – der junge Mann war ihr einziges Kind. Nachts fährt sie mit einem Karren zu ihrer Mutter, die in einem einsamen Haus außerhalb des Dorfes lebt. Von ihr erhofft sie sich Rat. Die Mutter äußert, dass heute die Leute mehr auf die Meinung der anderen Dorfbewohner Wert legten als auf Gott. Mit Gesang tröstet sie ihre Tochter, die sich eine Weile nah zu ihr legt und sich dann vor dem Haus auf die Erde setzt. Da erscheint Penda ihr toter Sohn Demba und bittet sie um Vergebung. Inzwischen spricht Moustapha mit anderen Männern aus dem Dorf. Er argumentiert, dass er ein Beispiel für das Dorf geben müsse, damit man ihn nicht für schwach halte und er für seine Entscheidung büßen müsse. Dagegen wird jedoch argumentiert, dass Demba zum Dorf gehöre. Der Dorfvorsteher rät Moustapha zu einer Entscheidung aus dem Herzen heraus, die sich nicht von negativen Emotionen bestimmen lasse. Als Penda am Morgen ins Dorf zurückkehrt, darf sie ihr Haus auf Anweisung ihres Mannes hin nicht mehr betreten. Sie überredet jedoch einen Freund ihres Sohnes, ihr beim Aufladen der Leiche auf den Karren zu helfen, und fährt dann los. An der Begräbnisstätte außerhalb des Dorfes legt sie ihren toten Sohn auf den Boden, wickelt ihn aus den Tüchern und wäscht ihn. Dann verschnürt sie das Leichentuch wieder und bittet unter Tränen Gott um Vergebung für Demba. Sie beginnt, eine Grube für die Leiche zu scharren. Da kommen Freunde des jungen Mannes hinzu und helfen, und am Ende auch der Vater. Am Ende steht ein Sprichwort: Die Erde vergisst die Seelen nicht, die auf ihr gingen.

Produktion

Filmstab Regie führte Alpha Diallo, das Drehbuch schrieben Alpha Diallo. Die Kameraführung lag in den Händen von Nader Chalhoub, die Musik komponierte Amine Bouhafa und für den Filmschnitt war Céline Perréard verantwortlich. Für das Sound Design war Simon Apostolou zuständig.

In wichtigen Rollen sind Hawa Sow (Penda), Mamadou Ly (Moustapha) und Kalidou Ndiath (Thierno Amadou) zu sehen.

Produktion und Förderungen Produziert wurde der Film von Oualid Baha., Produktionsfirma war Tact Production.

Dreharbeiten und Veröffentlichung Der Film feierte am 14. Februar 2026 auf der Berlinale seine Weltpremiere in der Sektion Berlinale Shorts.

Auszeichnungen und Nominierungen 2026: Internationale Filmfestspiele Berlin

Weblinks Berlinale-Profil

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Senegalesischer Film Kategorie:Französischer Film Kategorie:Filmdrama