mini|Pietra Brettkelly (2018) Pietra Brettkelly (geboren 1965) ist eine neuseeländische Filmemacherin, Autorin und Produzentin, deren Arbeiten international auf Festivals gezeigt und ausgezeichnet wurden. Sie ist Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences und gilt damit als eine der international angesehensten Dokumentarfilmerinnen Neuseelands. Sie ist bekannt für rein beobachtende Langzeitfilmprojekte.

Leben Brettkelly wurde in Whakatane geboren und wuchs in Auckland auf. Sie stammt aus einer Familie von Geschichtenerzählern und Weltenbummlern; die mütterliche Familienlinie stammt aus Irland, der Vater hat englische und bahrainische Vorfahren. Von ihren Eltern und den gemeinsamen Reisen übernahme sie eine Neugier auf andere Kulturen und Perspektiven. In Ermangelung neuseeländischer Filmakademien Mitte der 1980er Jahre, entschied sie sich für ein Journalismusstudium, war anfangs für Fernsehsender tätig und arbeitete im Anschluss global.

Beruflicher Werdegang Brettkelly ist mit ihren Filmen regelmäßig zu den wichtigsten internationalen Festivals eingeladen gewesen, darunter Sundance, Berlin, Venedig, Toronto und Tribeca. Drei ihrer Filme wurden für den Oscar vorgeschlagen, erlangten aber keine Nominierung.

Im Jahr 2003 erschien ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm Beauty Will Save the World über „Miss Net World“, den ersten libyschen Schönheitswettbewerb. Dieser Film wurde 2004 zum Internationalen Dokumentarfilmfestival Amsterdam eingeladen. In The Art Star and the Sudanese Twins begleitet Brettkelly die Künstlerin Vanessa Beecroft, die im Sudan zwei Waisenkinder adoptieren möchte. Die Premiere des Films wurde beim Sundance Filmfestival gefeiert. Maori Boy Genius wurde bei der Berlinale 2012 in der Sektion Generation präsentiert und erzählt die Geschichte des hochbegabten 16jährigen Maori Ngaa Rauuira Pumanawawhiti, der sich auf sein Studium in Yale vorbereitet. A Flickering Truth zeichnet die Bemühungen um die Restauration des afghanischen Filmarchivs in Kabul nach. Der Film war der offizielle Vorschlag Neuseelands für die Oscar-Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ im Jahr 2016 und feierte bei den Filmfestspielen in Venedig Uraufführung. In Yellow Is Forbidden porträtiert Brettkelly die chinesische Haute‑Couture‑Modedesignerin Guo Pei. Bei Crocodile arbeitete Brettkelly mit dem nigerianischen Filmkollektiv The Critics als Co-Regie zusammen. Seit Kindheitstagen arbeitet die fünfköpfige Gruppe – Raymond, Ronald und Richard Yusuff, Godwin und Victor Josiah – unter dem Label The Critics zusammen. Ohne formale Filmausbildung haben sie eine Filmsprache entwickelt, die auf Fantasie, Experimentierfreude und Gemeinschaft basiert. Crocodile feierte auf der Berlinale 2026 Premiere.

Filmografie (Auswahl)

2026: Crocodile – Dokumentarfilm; gemeimsam mit The Critics 2018: Yellow Is Forbidden – Dokumentarfilm 2015: A Flickering Truth – Dokumentarfilm 2011: Maori Boy Genius – Dokumentarfilm (Berlinale Generation 2012) 2008: The Art Star and the Sudanese Twins – Dokumentarfilm 2003: Beauty Will Save the World – Dokumentarfilm

Auszeichnungen 2020: South Pacific Pictures Award for Achievement in Film 2019: Dame Gaylene Preston Filmmaker Award

Weblinks Pietra Brettkelly Films Website

Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Neuseeländer Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Frau