Tiefe Schluchten ist ein deutsch-österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2026 mit Veronica Ferres, Tim Oliver Schultz und Salka Weber, der unter der Regie von Felix Herzogenrath nach einem Drehbuch von Stefan Rogal und Lucas Flasch entstand. Dies ist der dritte Film der Reihe Alpentod – Ein Bergland-Krimi.

Handlung Hauptkommissarin Birgit Reincke und Kommissar Jonas Becker sollen gemeinsam mit Barbara Brunner vom Bundeskriminalamt (BKA) das Verschwinden von Laurenzo Paloni untersuchen, der als Informant und verdeckter Ermittler des BKA tätig war. Vor Beginn der Suche wird Reincke zu einer anderen Unglücksstelle geholt, während Becker zunächst in der Klamm bleibt.

In den Resten eines abgebrannten Holzhauses wurde eine verkohlte Leiche gefunden. Wenzel Hölzner vermutet, dass es sich dabei um seinen Cousin Theo handelt, der dort mit seiner Frau Natalie lebte und die Gastherme reparieren wollte. Theo hatte mit seiner Firma in der Klamm geführte Touren angeboten. Die Ermittler ziehen erneut die forensische Archäologin Dr. Marie Sonnleitner aus Salzburg hinzu, die feststellt, dass Brandbeschleuniger verwendet wurde. Außerdem findet sie Blutspuren, die nicht mit der DNA des Opfers übereinstimmen. Dem Opfer wurde das Genick gebrochen, bevor es in das Feuer gelegt wurde.

Wenzel hatte sich mit Theo vor seinem Tod wegen Natalie gestritten, Wenzel hatte sie mit Theos Mitarbeiter Sandro Freuler erwischt. Natalie und Sandro bestreiten zwar, eine Affäre zu haben, allerdings sieht Reincke selbst, wie die beiden sich küssen. Auch der Firmenwagen von Theo wird später ausgebrannt aufgefunden, ebenfalls mit Spuren von Brandbeschleuniger. Aus den Brandspuren schließen die Ermittler, dass der Todeszeitpunkt des Opfers möglicherweise schon am Vortag lag. Bei der Suche nach Theos Schutzausrüstung für eine DNA-Probe werden Becker und Sonnleitner eingeschlossen und jemand legt ein Feuer, die beiden können sich aber in Sicherheit bringen. An allen drei Brandorten werden Gasflaschen gefunden.

Parallel zum Mordfall Theo Hölzner und dem Vermisstenfall Laurenzo Paloni ermittelt Xaver Diehl in einem Kreditkartenbetrugsfall, wobei die drei Fälle laut Brunner zusammenhängen. Bei Natalie Hölzner finden die Ermittler eine versteckte Fälscherwerkstatt, wo unter anderem Reisepässe und andere Ausweise gefälscht wurden. Natalie wird festgenommen. Ein DNA-Abgleich ergibt schließlich, dass es sich bei dem Toten nicht um Theo Hölzner, sondern um Laurenzo Paloni handelt. Sandro und Natalie wollten Theo aus ihrem gemeinsamen Fälschergeschäft ausbooten. Theo gesteht, Paloni getötet zu haben, nachdem Paloni hinter ihre illegale Machenschaften gekommen war.

Produktion und Hintergrund Die Dreharbeiten fanden gemeinsam mit der vierten Folge Im ewigen Eis vom 16. September bis zum 13. November 2025 im Land Salzburg statt. Gedreht wurde unter anderem in Hallein.

Produziert wurde der Film von der Warner Bros. ITVP Deutschland, als Produzentin fungierte Hanna V. Kienbaum. Die Serviceproduktion in Österreich übernahm die Salzburger Moonlake Entertainment (Service-Produzenten Brigitte Wettstein und Hannes Schalle). Unterstützt wurde die Produktion von FISA+, Film in Austria (ABA) sowie der Filmförderung des Landes Salzburg.

Die Kamera führte Dominik Berg, die Musik schrieb Till Metzner, die Montage verantworteten Henning Stöve und Vincent Assmann und das Casting Phillis Dayanir. Das Kostümbild gestalteten Alexander Beck und Michaela Rinker, das Szenenbild Michael Wiese, den Ton Martin Rohrmoser und Raphael Maier und die Maske Elke Lebender. Als Stunt Coordinator fungierte Joe Tödtling.

Veröffentlichung Am 14. März 2026 wurde der Film in der Mediathek von ServusTV veröffentlicht und auf ServusTV erstmals ausgestrahlt. Die Erstausstrahlung auf RTL war am 17. März 2026.

Rezeption Kritiken Tilmann P. Gangloff vergab auf tittelbach.tv 3,5 von 6 Sternen. Wirklich aufregend sei die Titel-Klamm, die Aufnahmen des Naturdenkmals seien spektakulär. Für den Film gelte das weniger.

Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit fünf von zehn Punkten. Während er den Fall als solide und die Bergaufnahmen als toll bezeichnete, kritisierte er die unnötigen Teamkonflikte und persönlichen Geschichten.

Quote Die Erstausstrahlung auf RTL am 17. März 2026 erreichte 2,81 Millionen Seher bei einem Marktanteil von 13,3 Prozent.

Weblinks

Alpentod – Tiefe Schluchten auf www.servustv.com Alpentod – Tiefe Schluchten auf presse.servustv.com

Einzelnachweise

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