mini|200px|Wassili Iwanowitsch Koslow (1950) Wassili Iwanowitsch Koslow (; *  in Zagradje, Gouvernement Mogiljow, Russisches Kaiserreich; † 2. Dezember 1967 in Minsk, Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik) war ein sowjetischer Politiker der KPdSU, der unter anderem zwischen 1948 und 1967 Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets der Weißrussischen Sozialistischen Sowjetrepublik war.

Leben Wassili Iwanowitsch Koslow war Absolvent der „W. I. Lenin“-Höheren Kommunistischen Landwirtschaftsschule von Weißrussland und leistete zwischen 1925 und 1927 Militärdienst in der Roten Armee. Nachdem er zwischen 1937 und 1938 Erster Sekretär des Parteikomitees des Rajon Starobin war, fungierte er zwischen 1938 und 1940 als Erster Sekretär des Parteikomitees des Rajon Tscherwen und leistete während des Deutsch-Sowjetischen Krieges (22. Juni 1941 bis 8. Mai 1945) erneut Kriegsdienst in der Roten Armee und war als Generalmajor Kommandierender Offizier der Minsker Partisanenformation. Zugleich wurde er als Nachfolger von Alexander Iwanowitsch Kolyschkin am 7. Juli 1941 Erster Sekretär des Parteikomitees der Oblast Minsk, das bis Juli 1944 als Minsker Untergrund-Regionalkomitee der Kommunistischen Partei (Bolschewiki) von Belarus bestand. Er bekleidete dieses Amt bis Januar 1948 und wurde daraufhin von Jewgeni Iossifowitsch Bugajew abgelöst. 1946 wurde er darüber hinaus Mitglied des Obersten Sowjets der UdSSR und gehörte diesem bis zu seinem Tode 1967 an. 1947 wurde er zudem Mitglied des Obersten Sowjets der Weißrussischen SSR, dem er bis zu seinem Tode 1967 angehörte. Zugleich wurde er am 12. März 1947 Nachfolger von Nadeschda Grigorjewna Grekowa-Malinina Vorsitzender des Obersten Sowjets der Weißrussischen SSR und bekleidete das Amt des Parlamentspräsidenten bis zum 17. März 1948, woraufhin auch in dieser Funktion Jewgeni Iossifowitsch Bugajew ihn ablöste.

Koslow wiederum löste am 17. März 1948 Nikifor Jakowlewitsch Nataljewitsch als Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets der Weißrussischen Sozialistischen Sowjetrepublik und bekleidete das Amt des De-Facto-Staatspräsidenten dieser Sowjetrepublik bis zu seinem Tode am 2. Dezember 1967, woraufhin Sergei Ossipowitsch Pritizki seine Nachfolge antrat. Darüber hinaus war er Kandidat für das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken nach dem 20., 21. und 22. Parteitag der KPdSU vom 25. Februar 1956 bis zum 29. März 1966.

Er wurde mehrfach ausgezeichnet und erhielt die Auszeichnung Held der Sowjetunion, viermal den Leninorden, den Rotbannerorden, den Orden des Roten Banners der Arbeit, zwei Mal den Orden des Vaterländischen Krieges Erster Klasse sowie des Weiteren die Medaille „Partisan des Vaterländischen Krieges“ 1. Klasse, die Medaille „Für den Sieg über Deutschland im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“, die Medaille „Für tapfere Arbeit im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“, die Medaille „Für Tapferkeit der Arbeit“ sowie die Jubiläumsmedaille „Zwanzig Jahre Sieg im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“. Nach seinem Tode wurde er auf dem Östlichen Friedhof von Minsk beigesetzt.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Sowjetunion) Kategorie:Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU Kategorie:Abgeordneter (Oberster Sowjet der UdSSR) Kategorie:Person (Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik) Kategorie:Held der Sowjetunion Kategorie:Träger des Leninordens Kategorie:Träger des Rotbannerordens Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Sowjetunion) Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1903 Kategorie:Gestorben 1967 Kategorie:Mann