mini|Ewa Puszczyńska (2026) Ewa Puszczyńska (* 24. Januar 1955 in Łódź) ist eine polnische Filmproduzentin. Zu ihren Produktionen gehören Ari Folmans The Congress (2013), Paweł Pawlikowskis Oscar-prämierter Film Ida (2013) und Cold War (2018), Jonathan Glazers Oscar-prämierter Film The Zone of Interest (2023) sowie Jesse Eisenbergs A Real Pain (2024).

Biografie mini|Jesse Eisenberg, Kieran Culkin und Jennifer Grey sowie die Produzentinnen Ali Herting und Ewa Puszczyńska bei der Eröffnungszeremonie des 22. Warsaw Jewish Film Festival WJFF, 2024 Ewa Puszczyńska wuchs in ihrer Geburtsstadt auf und studierte Anglistik an der Universität Łódź. Ihre berufliche Laufbahn begann sie beim polnischen Puppentheater Arlekin. Dort war sie als Literaturrechercheurin, Lektorin und Beraterin tätig. Sie arbeitete als Übersetzerin und Englischlehrerin.

Ab den Jahr 1995 arbeitete sie für Opus Film, eine unabhängige Filmproduktionsfirma in Polen, zuerst als Übersetzerin und dann als Produzentin für Werbefilme. Ab Mitte der 2000er Jahre war sie dort als Entwicklungsleiterin und Produzentin für Spielfilme und Fernsehserien tätig. Zudem leitete sie die internationale Abteilung, betreute Koproduktionen wie Inland Empire (2006) von David Lynch. Auch der Auslandsvertrieb der Filme gehörte zu ihrem Arbeitsbereich. Sie produzierte Paweł Pawlikowskis Ida, den ersten polnischen Film, der neben dem Europäischen Filmpreis 2014 und dem BAFTA-Award auch den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewann. Im Jahr 2012 oder 2014 gründete sie ihre eigene Produktionsfirma Extreme Emotions. Zu den weiteren mehrfach ausgezeichneten Filmen gehören Cold War (2018), The Zone of Interest (2023) und A Real Pain (2024).

Sie unterrichtete Filmproduktion an der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater Łódź und war Dozentin an der Andrzej-Wajda-Filmschule in Warschau. Puszczyńska ist Mitglied der Polnischen Filmakademie (PFA), der Europäischen Filmakademie (EFA) und der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS). 2015 wurde sie in den Vorstand der EFA gewählt.

Sie wurde vom Magazin Variety in die Liste der 500 einflussreichsten Persönlichkeiten der Filmbranche aufgenommen.

Ewa Puszczyńska hatte den Vorsitz im siebenköpfigen Oscar-Komitee, das Polens Beitrag für die 95. Oscarverleihung in der Kategorie „Bester internationaler Film“ aus wählte. Auf der Berlinale 2026 gehört Ewa Puszczyńska mit Wim Wenders (Leitung), Min Bahadur Bham, Bae Doona, Shivendra Singh Dungarpur, Reinaldo Marcus Green und Hikari der internationalen Jury an.

Familie Puszczyńska heiratete einen Polnischlehrer, mit dem sie eine Tochter und einen drei Jahre jüngeren Sohn bekam. Beide Kinder waren bereits erwachsen, als sie ihre Filmkarriere begann.

Filmografie

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Hochschullehrer (Filmhochschule Łódź) Kategorie:Mitglied der Europäischen Filmakademie Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1955 Kategorie:Frau