Ādolfs Ozoliņš (* in Riga; † 30. November 1964 in Chicago) war ein lettischer Fußballspieler und Rechtsanwalt. Mit dem RFK Riga wurde Ozoliņš in den 1920er Jahren dreimal in Folge lettischer Meister.

Karriere und Leben Ādolfs Ozoliņš wurde im Jahr 1902 im Rigaer Stadtteil Dreiliņi in die Familie von Pidriķis Ozoliņš und dessen Ehefrau Amālija (geb. Grabe) geboren. Auch sein Bruder Viktors Ozoliņš war ein bekannter Fußballspieler und Pfarrer. Ozoliņš war mit Hermīne (1902–1992) verheiratet. Zusammen hatten sie einen Sohn Elmārs (1925–?); der 1956 nach Lettland zurückkehrte, und Tochter Elfa. Von 1914 bis 1917 lernte er am Städtischen Gymnasium in Riga; während des Ersten Weltkriegs wurde er mit der Schule nach Tartu evakuiert. 1917 kehrte er nach Riga zurück und besuchte von Herbst 1918 bis Frühjahr 1919 das Realgymnasium der Lettischen Bildungsvereinigung. Während des Lettischen Unabhängigkeitskriegs (1918 bis 1920) trat Ozoliņš am 1. Dezember 1918 der Schülerkompanie der bewaffneten Kräfte der Provisorischen Regierung Lettlands bei. Im Mai 1919 meldete sich Ozoliņš als Freiwilliger und wurde dem 3. Jelgava-Infanterieregiment zugeteilt und nahm an Kämpfen gegen die Bolschewiki teil. Im November 1919 wurde er zur Kriegsschule kommandiert und absolvierte diese bis 1920 als Angehöriger des ersten Abschlussjahrgangs mit dem Rang eines Leutnants. Er diente danach im 10. Aizpute-Infanterieregiment als Offizier der 2. Maschinengewehrkompanie und wurde am 28. März 1921 aus dem Militärdienst entlassen. Er war Träger des Lāčplēsis-Ordens, Drei-Sterne-Ordens und dem belgischen Kronenorden. Nach den Befreiungskämpfen begann er 1921 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Lettlands und war Mitglied der Studentenverbindung Ventonia. Von 1922 bis 1924 war Ozoliņš Sekretär in den Kanzleien der Rechtsanwälte N. Dmitrijevs und P. Berģis. Von 1923 bis 1934 gehörte Ozoliņš der Redaktion der nationalen Zeitung „Latvis“ an. Er war Vorstandsmitglied der Gewerkschaft der lettischen Schriftsteller und Journalisten. 1931 schloss er sein Studium an der Universität Lettlands mit dem akademischen Grad eines Magisters der Rechtswissenschaften ab. Von Januar bis November 1932 war Ozoliņš ein Kandidat für ein Richteramt am Bezirksgericht Riga. Ab Dezember 1932 bis 1940 war er Assistent des Rechtsanwalts A. Petrēvics in Riga. Von 1935 bis 1940 wirkte Ozoliņš als Rechtsberater des Kriegsministeriums. Ab Dezember 1939 war er selber als Rechtsanwalt in Riga tätig, ab November 1940 auch in Jūrmala. Im Januar und Februar 1941 war er als Rechtsberater an der Liquidierung und Eingliederung der Lettischen Volksarmee in die Rote Armee beteiligt; von April bis Juni 1941 arbeitete er als Sattlerlehrling. Im Juli 1941 beteiligte sich Ozoliņš als ehemaliger Aizsargi an aktiven Kämpfen gegen abziehende Einheiten der Roten Armee und wurde dabei verwundet. Während der deutschen Besatzungszeit wurde er ab dem 13. August 1941 wieder in die Anwaltschaft aufgenommen und war als Rechtsanwalt in Riga tätig. Von Dezember 1941 bis März 1944 war er leitender Rechtsberater im Verwaltungsamt des Innenministeriums. Im Mai 1944 wurde Ozoliņš in die Lettische Legion eingezogen und diente als Offizier. Ab Ende 1944 befand er sich im Deutschen Reich im DP-Lager Wehnen bei Oldenburg. Im Jahr 1950 wanderte Ozoliņš mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten aus und lebte in Chicago im US-Bundesstaat Illinois, wo er 1964 an einer Krebserkrankung verstarb.

Fußball Ādolfs Ozoliņš spielte in seiner Fußballlaufbahn ausschließlich beim RFK Riga. Mit dem Verein wurde der als Stürmer spielende Ozoliņš in den Jahren 1924, 1925 und 1926 dreimal in Folge lettischer Meister.

Weblinks Lebenslauf bei kazhe.lv (lettisch) Lebenslauf bei timenote.info (lettisch)

Kategorie:Fußballspieler (RFK Riga) Kategorie:Lettischer Meister (Fußball) Kategorie:Militärperson (Lettland) Kategorie:Lette Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1964 Kategorie:Mann